Tag des Geotops in Mecklenburg-Vorpommern : Die Eiszeit besichtigen

Naturparadies vor der Haustür: die Warnow. Fotos: Rahming
Naturparadies vor der Haustür: die Warnow. Fotos: Rahming

Seeigel und Bernstein in einer Kiesgrube entdecken, bei einer Exkursion die Wirbeltier-Fundstelle in einer Dachshöhle bei Malchin erkunden - am Sonntag ist in MV Tag des Geotops.

svz.de von
11. September 2018, 20:45 Uhr

Acht Veranstaltungen hat das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie in Güstrow am Dienstag angekündigt.

Besondere Höhepunkte in diesem Jahr seien die Wanderungen „Auf den Spuren der Eiszeit“ im Warnow-Durchbruchstal und eine Exkursion in die ehemalige Kalkgrube bei Nossentin, eine Führung im Landschaftsgarten Brodaer Teiche sowie eine Exkursion an die Wirbeltier-Fundstelle Pisede bei Malchin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte).

Geotope: "Stumme Beobachter"

Die Höhle Pisede soll seit der Eiszeit von Dachsen bewohnt sein, die dort Tausende Knochen von Beutetieren anhäuften. Sie wurde bereits vor Jahrzehnten entdeckt, aber lange Zeit geheim gehalten. Die Wanderungen und Exkursionen sollen das Interesse für Geotope und deren Entstehung wecken.

„Diese steinernen Zeugen der Zeit offenbaren viel Interessantes über die Lebens- und Klimabedingungen vor Jahrmillionen“, hieß es. „Durch die Erkenntnisse aus der Vergangenheit können wir die heute im System Erde stattfindenden Prozesse besser verstehen und für die Zukunft lernen.“ Die Geotope stünden als „stumme Beobachter“ auch für den Zusammenhang von Nutzung und Schutz der natürlichen Ressourcen. Sie verschwiegen dabei nicht die Folgen der Eingriffe des Menschen in die Natur. Der Tag des Geotops wird bundesweit begangen.

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