Mehr Stellen in MV : Die Bundeswehr rüstet auf

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Verteidigungsministerium will 340 Millionen Euro in neue Bauten investieren. Marine und Luftwaffe profitieren am meisten

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07. September 2017, 05:00 Uhr

Nach Jahrzehnten der Standortschließungen und des Stellenabbaus rüstet die Bundeswehr in Mecklenburg-Vorpommern wieder auf. 500 neue Dienstposten sollen in den nächsten Jahren kommen. Außerdem will Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) etwa 340 Millionen Euro in die 20 übriggebliebenen Standorte mit insgesamt 10 500 Soldaten im Nordosten investieren, wie das Ministerium gestern bestätigte. Gelder für Waffensysteme, Munition und Ausrüstungen sind in der Summe nicht enthalten.

Den größten Anteil der 340 Millionen Euro bekommen Marine und Luftwaffe. „Geplant sind Investitionen in Höhe von 30 Millionen Euro für den Fliegerhorst in den kommenden fünf Jahren“, sagte Infrastrukturoffizier Oberleutnant Torsten Gebhardt in Laage (Landkreis Rostock) gegenüber unserer Redaktion. Unter anderem sind sechs Millionen Euro für den Neubau einer neuen Unterkunft geplant. Für knapp fünf Millionen Euro sollen zudem Gebäude für die Fahrzeuge entstehen, die die Rollbahnen säubern oder im Winter von Schnee befreien. „Geplant ist ferner eine neue Ausbildungswerkstatt für vier Millionen Euro“, so Oberleutnant Gebhardt.

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Nach den fünf Jahren will die Bundeswehr weitere 50 Millionen Euro in ihren Standort Laage investieren. Ein neues Stabsgebäude und eine neue Instandsetzungshalle sollen dann gebaut werden.

Denn Laage ist für die Bundeswehr von großer Bedeutung. Im dort stationierten Luftwaffengeschwader 73 werden aller Eurofighter-Piloten der Luftwaffe ausgebildet. Neben der Pilotenausbildung übernimmt das Geschwader Aufgaben bei der Sicherung des deutschen Luftraums.

Auch die Marine am Standort Rostock kommt bei der baulichen Aufrüstung durch das Bundesverteidigungsministerium nicht zu kurz. Geplant ist der Neubau eines Marine-Operation-Centers auf dem Gelände der Rostocker Hanse-Kaserne. Grundsteinlegung für den 66,3 Millionen Euro teuren Bau war im Juni dieses Jahres. Von hier aus sollen künftig die Einsätze der Marine geführt werden.

Wird zudem der Flottenstützpunkt Hohe Düne zum Nato-Hafen ausgebaut, könnten weitere Millioneninvestitionen folgen. Seit Februar 2017 wird auf dem Gelände Hohe Düne für 6,8 Millionen Euro eine neue Stützpunktfeuerwehr aufgebaut.

Eine Berufsfeuerwehr bekommt auch Jägerbrück bei Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Der Truppenübungsplatz war 2011 zu einem Standortübungsplatz runtergestuft worden. Erst im vergangenen Jahr bekam der Übungsplatz den alten Status zurück, was auch den Aufbau einer eigenen Feuerwehr und zusätzliche Dienstposten notwendig macht. Neben den bisherigen 20 Standorten der Bundeswehr in Mecklenburg-Vorpommern wird es allerdings keine neuen geben.

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