Warnemünde : Die „Braunschweig“ kehrt zurück

Mit 65 Soldaten an Bord lief die Korvette nach einem halbjährigen Einsatz wieder in Hohe Düne ein.
Mit 65 Soldaten an Bord lief die Korvette nach einem halbjährigen Einsatz wieder in Hohe Düne ein.

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16. Februar 2015, 20:03 Uhr

Nach einem halben Jahr Einsatz vor der Küste des Libanon kehrte gestern die Korvette „Braunschweig“ in den Heimathafen Hohe Düne zurück – und wurde von 120 Familienangehörigen begrüßt. Am 1. Februar war sie im zyprischen Standort Limassol vom Schwesterschiff „Erfurt“ abgelöst worden. Angehörige hatten ein Transparent aufgestellt mit dem Schriftzug: „Deine Heimat ist da, wo deine Freunde sind.“

Die „Braunschweig“ war Mitte September 2014 ausgelaufen und galt ab dem 29. September als „neues Gesicht“ des Unifil-Einsatzes der Bundesmarine im östlichen Mittelmeer. Die Korvette übernahm die Überwachung vor der Küste des Libanon im Auftrag der Vereinten Nationen. Für einen Teil der Besatzung war das Einsatzgebiet nicht unbekannt. Schon Ende August 2013 absolvierte die Korvette ihren ersten, fast viermonatigen Einsatz bei Unifil erfolgreich.

Seit 1978 setzen sich Blauhelmsoldaten der Unifil-Mission (United Nations Interim Force in Lebanon) für Frieden in der Grenzregion zwischen dem Libanon und Israel ein. Seit 2006 unterstützt Unifil die libanesische Regierung dabei, die Grenzen des Landes zu sichern und Waffenschmuggel zu verhindern. Die libanesische Marine erhielt außerdem wertvolle Ausrüstung von Deutschland, unter anderem Wachboote und moderne Küstenradarstationen. Deutsche Marinesoldaten engagieren sich seit mehreren Jahren in der Ausbildung ihrer libanesischen Kameraden, hier liegt heute der Schwerpunkt des deutschen Engagements. Ziel des maritimen Teils der Unifil-Mission ist es, dass der Libanon seine Seegrenzen eigenständig sichern kann. Dazu wird die libanesische Marine immer stärker in die Aufgaben des eingebunden.



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