Schlagezeilen des Jahres : Die Angst vor Frauke Petry

Robert Höller, 28 Jahre, Schauspieler aus Schwerin
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Robert Höller, 28 Jahre, Schauspieler aus Schwerin

Leser beschreiben ihre Schlagzeile des Jahres: Trump, Landtagswahl und Terror im Fokus

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30. Dezember 2016, 21:00 Uhr

Täglich berichtet unsere Zeitung über das Geschehen in der Region, Deutschland und der Welt. Von den vielen tausenden Schlagzeilen sind manche in den Köpfen unserer Leser geblieben. Sei es die Wahl von Donald Trump als US-Präsident, der Formel 1 Weltmeistertitel für Nico Rosberg oder das Schmähgedicht von Jan Böhmermann.

Für den 28-jährigen Robert Höller war es keine bestimmte Schlagzeile, sondern „der politische Rechtsruck, der vor allem durch den Norden Deutschlands gegangen ist.“ Der Schauspieler ist politisch stark engagiert und die Thematik bereitet ihm Sorgen. „Es fehlt an Solidarität, nicht nur überm großen Teich, sondern direkt bei uns“, sagt er.

Schaut er so über den Weihnachtsmarkt, fragt er sich manchmal, ob die Deutschen wirklich noch ein Volk sind „und ob wir eigentlich an eine gleiche Idee glauben oder nur noch Angst vor dem Fremden haben.“ Der 28-Jährige selbst hat Angst.

Konkret vor Frauke Petry und dem, was noch kommen wird. Immerhin begann in diesem Jahr die hohe Zeit des Populismus. Er trug Donald Trump ins Weiße Haus und trieb Großbritannien aus der EU. Auch in Italien, Schweden, Ungarn, den Niederlanden, Österreich und Finnland steht er in voller Blüte. Der Stimmenanteil für solche oder autoritäre Parteien ist in den 34 Ländern der OECD seit Ende der 1970er Jahre kontinuierlich angestiegen. Er liegt jetzt bei durchschnittlich über acht Prozent. In den Parlamenten der meisten europäischen Länder sind heute populistische Parteien vertreten. Bei Wahlen erhalten sie im Schnitt 16,5 Prozent der Stimmen.

Was genau das zukünftig für die Demokratie bedeutet, wird sich erst zeigen. Das gilt auch für die Frage, welchen Einfluss der AfD haben wird, die in Mecklenburg-Vorpommern als zweitstärkste Kraft in den Landtag eingezogen ist und dieses Ergebnis nun auch auf Bundesebene krönen will.

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