An der Küste Mecklenburg-Vorpommerns : Deutliche Zunahme an toten Robben und Schweinswalen

Ein Experte des Deutschen Meeresmuseums untersucht eine tote Kegelrobbe.

Ein Experte des Deutschen Meeresmuseums untersucht eine tote Kegelrobbe.

An der Küste Mecklenburg-Vorpommerns sind in diesem Jahr bereits 140 tote Robben und Schweinswale gefunden worden.

von
20. September 2018, 11:17 Uhr

Damit sei die Rekordzahl von 2017 bereits im Spätsommer überschritten worden, sagte der Kurator für Meeressäuger, Michael Dähne, am Donnerstag. Er bestätigte einen Bericht des "Nordkurier".

Als Ursache für die deutliche Zunahme nannte Dähne die Zunahme der Robbenpopulation in der Ostsee und die seit Monaten anhaltende Wetterlage mit Ostwinden. Dadurch sind offenbar Tiere, die vor Schweden starben an die Südküste der Ostsee getrieben worden. „Auch in Polen sind in diesem Jahr deutlich mehr tote Kegelrobben gefunden worden.“ Für diese Annahme spreche zudem, dass viele der hier angespülten Tiere stark verwest seien.

Zu den Todesursachen konnte Dähne noch keine Aussagen treffen, da die Tiere noch seziert werden müssten. Ein offenbar durch den Menschen verursachtes Massensterben von Robben wie im Herbst 2017 sei in diesem Jahr nicht beobachtet worden. Dennoch würden auch immer wieder Robben mit aufgeschlitztem Bauch gefunden. Generell sei der Beifang neben Krankheiten eine der häufigsten Todesursachen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen