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Dank kräftiger Herbstbelebung : Deutlich weniger Arbeitslose in MV

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Die Herbstbelebung in der Wirtschaft ist in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern kräftiger ausgefallen. Das hat Folgen für den Arbeitsmarkt. Allerdings profitieren nicht alle davon.

svz.de von
erstellt am 30.Sep.2014 | 10:54 Uhr

Eine kräftige Herbstbelebung in Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaft und die anhaltende Tourismus-Nachsaison haben die Zahl der Arbeitslosen im September deutlich um 2900 auf  82 600 sinken lassen. Das sei der niedrigste Wert seit der Wende, teilte die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Kiel mit.

Die Erwerbslosenquote sank von 10,3 Prozent im August auf jetzt 10 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 10,4 Prozent. Die Chefin der Regionaldirektion, Margit Haupt-Koopmann, sagte, das Risiko arbeitslos zu werden, habe sich 2014 in Mecklenburg-Vorpommern verringert. Zugleich habe sich die Chance, die Arbeitslosigkeit durch eine Beschäftigungsaufnahme zu beenden, erhöht. Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern sei robust und aufnahmefähig, sagte Haupt-Koopmann. Zudem schrumpft die Zahl der Erwerbsfähigen im Land monatlich um rund 1200, weil mehr Menschen in Rente gehen als junge Leute in den Arbeitsmarkt eintreten.

Am niedrigsten ist die Arbeitslosigkeit aktuell in den Landkreisen Rostock und Ludwigslust-Parchim mit jeweils 7,6 Prozent, am höchsten in Vorpommern-Greifswald mit 12,1 Prozent. In der Hansestadt Rostock beträgt sie 10,2 und in der Landeshauptstadt Schwerin 10,7 Prozent.

Die Herbstbelebung am Arbeitsmarkt sei unbeeindruckt von den gedämpften Konjunkturerwartungen kräftiger ausgefallen als im vergangenen Jahr, sagte Haupt-Koopman. Nach der Sommerpause stellten die Unternehmen wieder verstärkt ein.

Die Jugendarbeitslosigkeit nahm mit Ausbildungsbeginn stark um 16,9 Prozent ab. Nur die Langzeitarbeitslosen profitierten erneut nicht von der positiven Entwicklung. Ihre Zahl lag im September - wie in den Monaten davor - höher als vor einem Jahr. „Die Situation für Langzeitarbeitslose am Arbeitsmarkt bleibt weiter schwierig“, sagte Haupt-Koopmann. Dabei hätten 72 Prozent von ihnen einen Berufsabschluss. „Hier bedarf es der Anstrengungsbereitschaft aller Akteure am Arbeitsmarkt, um Potenziale zu heben“, mahnte die Chefin der Regionaldirektion. Der Arbeitslosenverband Mecklenburg-Vorpommern fordert seit längerem von der Politik mehr Aufmerksamkeit für diese Personengruppe.

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