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Autobahn- und Straßenmeistereien sind gerüstet : Der Winter kann kommen!

vom

Ab Mitte Oktober darf der Winter mit Schnee und Eis kommen - wenn es nach den Straßenmeistereien in Mecklenburg-Vorpommern geht. Bis dahin sind alle Hallen mit Streusalz gefüllt, wie der zuständige Dezernent versichert.

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erstellt am 01.Okt.2012 | 09:55 Uhr

Schwerin/Rostock | Ab Mitte Oktober darf der Winter mit Schnee und Eis kommen - wenn es nach den Straßenmeistereien in Mecklenburg-Vorpommern geht. Bis dahin sind alle Hallen mit Streusalz gefüllt, wie Volker Saß, Dezernent im Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Rostock, in einer Umfrage versicherte. "Wir sind vorbereitet", sagte er. 34 700 Tonnen Streusalz würden eingelagert. Sie sind für die 513 Kilometer Autobahnen, die 2000 Kilometer Bundesstraßen und die 3300 Kilometer Landesstraßen bestimmt, für deren Befahrbarkeit das Landesamt verantwortlich ist.

Hinzu kommen 1200 Kilometer Kreisstraßen, die über Verträge mit sechs Altkreisen mitbetreut werden, wie Saß sagte. In den anderen Kreisen organisieren Kreisstraßenmeistereien mit Vertragspartnern den Winterdienst. Verteilt über die Landkreise kümmern sich Saß zufolge sieben Autobahnmeistereien mit 200 Autobahnwärtern und 24 Straßenmeistereien mit 500 Straßenwärtern um den Zustand der Fahrbahnen.

1800 Tonnen an zwei Standorten in Rostock

In Rostock ist die Stadtentsorgung GmbH mit dem Winterdienst beauftragt. Deren Bereichsleiter Steffen Böhme sagte, derzeit seien rund 1800 Tonnen Streusalz an zwei Standorten im Stadtgebiet eingelagert. Weitere Mengen könnten kurzfristig bei Streusalzlieferanten abgerufen werden. Die Preise seien mit denen des Vorjahres vergleichbar. Für die Sicherheit auf Geh- und Radwegen oder Haltestellen würden insgesamt 1000 Tonnen Streukies bereitliegen.

In Neubrandenburg sind derzeit erst 100 Tonnen Streusalz und 50 Tonnen Sand für den Winterdienst vorrätig, wie Stadtsprecherin Kathleen Bötel berichtete. Drei Unternehmen seien in der Wintersaison für 119 Kilometer Straßen, 38 Kilometer Gehwege und 219 Haltestellen verpflichtet worden. Priorität beim Räumen und Streuen hätten die Bundesstraßen und das Busliniennetz sowie die Zufahrt zum Klinikum.

Dort sei der Winterdienst zwischen 6 und 22 Uhr gewährleistet, auf anderen Straßen nur zwischen 7 und 20 Uhr. Vielerorts liege die Räumpflicht nicht bei der Kommune, sondern vielmehr bei den Anliegern.

Auf Straßen wird Saß zufolge ausschließlich Salz gestreut - zum Ärger von Umweltschützern, die sich um die Alleebäume sorgen. "Nur Salz taut gleichzeitig auf", sagte Saß. Splitt wäre auf der Autobahn auch viel zu gefährlich, wenn er aufgewirbelt werde. Zudem sei die Technik nur für Streusalz ausgelegt.

Salz gilt als Hauptverursacher von Baumschäden

Nach Ansicht der Umweltorganisation BUND sollte der Schnee lieber geräumt und Sand oder Granulat gestreut werden, statt tonnenweise Salz auf die Straßen zu kippen. Salz gilt als ein Hauptverursacher von Baumschäden. Es gelange ungehindert in den Wurzelbereich der Alleebäume. Der salzbelastete Sprühnebel verätze zudem die Baumstämme. Die Bäume geraten laut BUND durch das Salz im Boden in Trocken- und Hungerstress. Im Sommer erkranken die Blätter und werden abgeworfen.

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