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Der Süden atmet auf - im Norden heißt es nun Land unter

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erstellt am 05.Jun.2013 | 09:26 Uhr

Berlin/Dresden | Die anschwellende Elbe-Flut rollt auf Norddeutschland zu. Im Süden und Osten Deutschlands trieb das Hochwasser bereits Zehntausende aus ihren Häusern. In Bayern und Thüringen dagegen beruhigt sich die Lage allmählich und das Aufräumen beginnt. Die Flut hat Deutschland trotz allem noch immer fest im Griff:

Sachsen: Mehrere hundert Menschen mussten sich in Dresden vor den Fluten in Sicherheit bringen. Der Scheitel des Hochwassers jedoch werde Sachsen erst heute erreichen, so eine Sprecherin des Landeshochwasserzentrums. Für die Landeshauptstadt wird ein Wasserstand von 8,50 Meter bis 8,70 Meter erwartet.

Niedersachsen/ Schleswig-Holstein: Wegen des erwarteten Rekordhochwassers der Elbe lösten die Landkreise Lüchow-Dannenberg und Lüneburg Katastrophenalarm aus. Hitzacker bereitet sich darauf vor, Menschen in Sicherheit zu bringen und die Deiche mit Sandsäcken zu verstärken. Lauenburg in Schleswig-Holstein evakuiert erstmals die Unterstadt.

Sachsen-Anhalt: Die Hochwasserlage in Sachsen-Anhalt verschärft sich. In Halle wurden Teile mehrerer Stadtteile überflutet. In Bitterfeld-Wolfen brachte die Sprengung eines Deiches am Seelhausener See nicht die erhoffte Entlastung. Schon am Vortag waren dort Tausende Menschen zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert worden. Mehrere Kommunen riefen den Katastrophenfall aus.

Brandenburg: In Mühlberg gilt seit gestern Katastrophenalarm. Der Wasserstand erreichte 9,02 Meter - bis Freitag könnte er noch auf 10,20 Meter steigen, teilt der Landkreis mit. Für den Landkreis Elbe-Elster gilt bereits die höchste Alarmstufe. In Herzberg brach gestern ein Deich auf 20 Metern Länge ein. Und in Wittenberge wird für Sonntag ein Rekordstand von 7,50 Meter erwartet.

Bayern: In Bayern geht das Hochwasser an vielen Orten zurück, in Deggendorf und Straubing bleibt die Lage aber ernst. Gestern Mittag erreichte die Hochwasserwelle der Donau in Deggendorf ihren Scheitelpunkt. Tausende Menschen haben ihre Wohnungen verlassen, etliche Dörfer sind überflutet. "Die Hochwasserlage an der Donau ist weiterhin sehr ernst", mahnt ein Landkreis-Sprecher. In Passau haben die meisten Bürger wieder Trinkwasser. In Regensburg zeichnete sich eine Entspannung ab. Der Katastrophenfall bleibt aber vorerst auch hier bestehen.

Thüringen: Immer mehr Menschen in Thüringen können aufatmen. Die Lage an den Flüssen entspannt sich weiter. Das Aufräumen beginnt. Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) versprach den Flutopfern in Thüringen 20 Millionen Euro Soforthilfe vom Land. Die Nothilfe solle Privatleuten und kleinen Betrieben zu gute kommen.

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