Der Stechlin

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08. Juni 2012, 04:38 Uhr

Hintergrund

In seinem letzten Roman, "Der Stechlin", hat Theodor Fontane auch die Legende vom Stechlin erzählt: "... von Zeit zu Zeit wird es an ebendieser Stelle lebendig. Das ist, wenn es weit draußen in der Welt sei’s auf Island, sei’s auf Java zu rollen und zu grollen beginnt oder gar der Ascheregen der hawaiischen Vulkane bis weit auf die Südsee hinausgetrieben wird. Dann regt’s sich auch hier, und ein Wasserstrahl springt auf und sinkt wieder in die Tiefe." Aber: "Das mit dem Wasserstrahl, das ist nur das Alltägliche; wenn’s aber draußen was Großes gibt (...) dann brodelt’s hier nicht bloß und sprudelt und strudelt, dann steigt statt des Wasserstrahls ein roter Hahn auf und kräht laut in die Lande hinein."

Seit 1938 stehen See und Umgebung unter Naturschutz.

Der See hat eine Fläche von 4,25 Quadratkilometern.

An der tiefsten Stelle ist er 69,5 Meter tief und hat eine Sichttiefe von gut zehn Metern.

97 Millionen Kubikmeter Wasser fasst der See. Das Ufer ist knapp 16 Kilometer lang.

Im Jahr 2000 entdeckten Forscher des Leibniz-Instituts eine einzigartige Maränenart: Die Fontane-Maräne. Bis dahin war man davon ausgegangen, dass in dem See nur die Kleine Maräne lebt. Der Dichterfisch ist etwas kleiner als sein Artgenosse und laicht im Frühjahr.

So können beide im See koexistieren.


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