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Mecklenburg-Vorpommern

22. Oktober 2017 | 17:44 Uhr

Der Reiz des Vergänglichen

vom

svz.de von
erstellt am 21.Dez.2011 | 12:48 Uhr

Die Zeit scheint für eine Weile stehen zu bleiben. Die Pferde stehen bewegungslos auf ihren Hinterbeinen und die Schlangenfrau verweilt starr in ihrem Reifen. Bei der neunten Eiszeit in Karls Erlebnisdorf frieren in diesem Jahr bei zehn Grad unter null Zirkusszenen ein. Ab Freitag heißt es dann „Manege frei – ein Zirkus aus Eis“.

Für Robert Dahl, den Chef von Karls Erlebnisdorf, ist es jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung, die vergangene Eiszeit zu übertreffen. Er sagt: „Ich glaube, es ist der Reiz der Vergänglichkeit, der die Menschen immer wieder hierher treibt.“ Gestern arbeiteten die elf Künstler ein letztes Mal an ihren Zirkusfiguren. Einer von ihnen ist Sergey Zaplatin, der in Alaska den Weltmeistertitel im Eisschnitzen gewann. Gewissenhaft schleift er selbst an winzigsten Details seiner Figuren. Mit seinem Partner Sergey Tselebrovskiy gestaltete er die „Weiße Pferdedressur“. Der Zirkus aus zwei verschiedenen Eisarten besteht aus rund 150 Tonnen gefrorenem Wasser, das extra aus Polen angeliefert wurde. Die Künstler stapeln zunächst Pyramiden und schnitzen daraus anschließend ihre Figuren.

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