Der Reiz des Vergänglichen

Manege frei für eine Fantasiewelt aus Eis. Foto: dabe
Manege frei für eine Fantasiewelt aus Eis. Foto: dabe

svz.de von
21. Dezember 2011, 12:48 Uhr

Die Zeit scheint für eine Weile stehen zu bleiben. Die Pferde stehen bewegungslos auf ihren Hinterbeinen und die Schlangenfrau verweilt starr in ihrem Reifen. Bei der neunten Eiszeit in Karls Erlebnisdorf frieren in diesem Jahr bei zehn Grad unter null Zirkusszenen ein. Ab Freitag heißt es dann „Manege frei – ein Zirkus aus Eis“.

Für Robert Dahl, den Chef von Karls Erlebnisdorf, ist es jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung, die vergangene Eiszeit zu übertreffen. Er sagt: „Ich glaube, es ist der Reiz der Vergänglichkeit, der die Menschen immer wieder hierher treibt.“ Gestern arbeiteten die elf Künstler ein letztes Mal an ihren Zirkusfiguren. Einer von ihnen ist Sergey Zaplatin, der in Alaska den Weltmeistertitel im Eisschnitzen gewann. Gewissenhaft schleift er selbst an winzigsten Details seiner Figuren. Mit seinem Partner Sergey Tselebrovskiy gestaltete er die „Weiße Pferdedressur“. Der Zirkus aus zwei verschiedenen Eisarten besteht aus rund 150 Tonnen gefrorenem Wasser, das extra aus Polen angeliefert wurde. Die Künstler stapeln zunächst Pyramiden und schnitzen daraus anschließend ihre Figuren.

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