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Mecklenburg-Vorpommern

24. November 2017 | 19:55 Uhr

Naturschutz in MV : Der Problem-Biber

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

CDU-Landtagsfraktion will den Schutz der Tiere lockern

svz.de von
erstellt am 16.Apr.2016 | 16:00 Uhr

Der Schweriner Landtag wird sich in der kommenden Woche mit dem Schutz des Bibers beschäftigen. Auf Initiative der CDU-Fraktion werde über einen Antrag verhandelt, den Schutzstatus des Bibers für Deutschland „anzupassen“ und „praxistauglichen Umgang“ zu ermöglichen, teilte die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion, Beate Schlupp, gestern mit. Dies sei nötig, weil sich die Bestände erholt hätten. Der Biberbestand führe an den Flüssen Elbe und Warnow, Trebel und Peene zu erheblichen Problemen.

Die CDU beklagt seit Monaten, dass die Tiere Schäden in der Landwirtschaft verursachen und die Deich-Sicherheit gefährden. Schlupp selbst hatte in der Vergangenheit geäußert, um die Ausbreitung des Bibers eindämmen, müsse „notfalls auch über einen Abschuss nachgedacht werden“. Davon ist im Landtagsantrag jedoch nicht die Rede.

Der Biber ist eine geschützte Art. Seine Dämme und Burgen dürfen nur mit Ausnahmegenehmigungen zerstört werden. Nach Aussage von Fraktionssprecherin Schlupp sind die zuständigen Behörden jedoch kaum noch in der Lage, entsprechende Anträge zu prüfen und zu entscheiden. Ein geringerer Schutz könne Naturschutzverwaltungen die Arbeit erleichtern und juristische Blockaden von Umweltverbänden verhindern. Auch der Bauernverband spricht sich seit Längerem für schärfere Kontrollen der Bestände aus und fordert eine Obergrenze des Biberbestands.

 

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