Der Öko-Marathon der sauberen Autos

Die Rostockerin Luise Senkel startet in Rotterdam: Drei Jahre arbeitete das Team an dem Gefährt.  Dirk Behm
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Die Rostockerin Luise Senkel startet in Rotterdam: Drei Jahre arbeitete das Team an dem Gefährt. Dirk Behm

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21. Mai 2013, 06:52 Uhr

Rostock | Pegelt sich der Verbrauch des Diesels unter der Motorhaube bei 4,9 Liter auf 100 Kilometer ein, freut sich der Mensch! Doch womit Otto- bzw. Auto-Normalverbraucher zufrieden ist, damit geben sich Frauen und Männer aus Rostock, Ruppin und Stralsund noch lange nicht ab. Sie basteln an innovativen Mobilitätslösungen und stellen die Jahr für Jahr beim Shell Eco-Marathon vor. Der fand zu Pfingsten zum 29. Mal statt und vereinte im holländischen Rotterdam fast 3000 Studenten mit 183 Teams aus 21 Staaten Europas und Nordafrikas sowie 50 000 Besucher.

Jedes Auto, das in den drei Tagen von Rotterdam auf die Strecke gebracht wurde, war ein Hingucker, in dem viel Zeit, Arbeit und Leidenschaft steckte. Mehr als 300 Kilometer wollten Rostocker Maschinenbaustudenten mit ihrem 36 Kilo schweren Eigenbau und einem Liter Benzin erreichen. Fast ein Jahr lang bereiteten sich Teamchef Maximilian Blume und seine Kollegen von der Hanseatic Rostock Organisation auf den Shell Eco-Marathon vor. Es wurde gebastelt, geschraubt, ausprobiert und nicht selten die Nacht zum Tag gemacht.

In der Kategorie Prototyp Benzin gestartet, schafften die Rostocker den 26. Platz im Feld der 63 Teams. "Wir sind mit diesem Ergebnis und der Reichweite von 345,06 Kilometern pro Liter Benzin sehr zufrieden", sagte Maximilian Blume. Um den Sieg konnten sie aber nicht mitfahren. Den sicherte sich das Favoritenteam La Joliverie aus Frankreich. Mit einem technisch ausgeklügelten und innovativen Konzept erreichte man 2980,27 Kilometer pro Liter.

Sogar auf einen neunten Platz schaffte es der Wasserstoff-Flitzer vom ThaiGer-H2-Racing Team aus Stralsund, eine Zusammenarbeit der Fachhochschule Stralsund und des Hansa-Gymnasiums. In der Klasse Prototypen mit Wasserstoff erreichten die Hanseaten im Feld der 26 Mitbewerber nach vier Wertungsläufen mit 158,61 Kilometern pro Kilowattstunde ihr bestes Ergebnis und wurden in der Gesamtwertung zweitbeste deutsche Mannschaft. Den ersten Platz sicherten sich die Gastgeber, die mit dem H2A-Team aus Amsterdam 342,17 Kilometer pro Kilowattstunde fuhren.

Bei den UrbanConcepts mit Batteriebetrieb landeten die Schüler des Oberstufen zentrum Ostprignitz mit 179,18 Kilometern pro Kilowattstunde auf den 4. Platz. Der Ruppin Jet, wie er genannt wurde, lag mit dem Solarantrieb gut auf der Straße und absolvierte insgesamt fünf Wertungsläufe. Auch hier konnte Frankreich jubeln. Elektricar Solution hieß der Sieger, der in der Gesamtwertung 376,21 Kilometer pro Kilowattstunde erreichte.

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