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Weidmannsheil in MV : Der Norden hat die meisten Jäger

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Zahl jagdbegeisterter Frauen ist im Vergleich zu früher deutlich gestiegen

svz.de von
erstellt am 23.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat mehr Weidmänner und -frauen gezählt als je zuvor. Doch es gibt regionale Unterschiede. In Mecklenburg-Vorpommern wurden genau 12 074 Jagdscheininhaber gezählt, 432 Jäger mehr als im Jahr zuvor.

Auch im bundesweiten Durchschnitt gibt es in Norddeutschland deutlich mehr Jäger als in anderen Regionen. Nach Angaben des DJV besitzt jeder 127. Schleswig-Holsteiner einen Jagdschein, das ist deutscher Rekord. Den langjährigen Spitzenreiter Niedersachsen hat das nördlichste Bundesland damit gemessen, am Bevölkerungsanteil, überholt. In Niedersachsen kommt ein Jäger auf 130 Einwohner, in Mecklenburg-Vorpommern sind es 132. Auf Platz vier folgt Nordrhein-Westfalen mit 190 Einwohnern pro Jäger.

In Niedersachsen gibt es rund 60 000 Jagdscheininhaber. Genau 3410 Jungjäger schlossen die Prüfung 2016 erfolgreich ab, mehr als in jedem anderen Bundesland. „Wir freuen uns über diesen bundesweiten Spitzenwert“, sagte Florian Rölfing, Sprecher der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) in Hannover. „Die steigenden Jungjägerzahlen zeigen sehr deutlich, dass die Jagd in Niedersachsen einfach dazugehört und weiter an Attraktivität gewinnt.“

Zahl der Jagdschüler wächst seit Jahren

Bei den absoluten Zahlen liegt das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit knapp 93 000 Waidfrauen und -männern vorn, teilte ein Verbandssprecher mit. Deutschlandweit verfügt einer von 213 Einwohnern über einen Jagdschein, hieß es vom Verband in Berlin. Insgesamt legten im vergangenen Jahr nach Angaben des DJV bundesweit 13 428 Jagdschüler die Prüfung erfolgreich ab, 31 Prozent mehr als noch 2010. Den stärksten prozentualen Zuwachs gab es in Berlin und Schleswig-Holstein. Dort stieg die Zahl um jeweils rund 6 Prozent auf nun 3025 in Berlin und 22 330 in Schleswig-Holstein.

Auch bei Frauen immer beliebter

Trotz Wachstum ist Berlin das Bundesland mit den wenigsten Jägern pro Einwohner. Dort hat nur jeder 1147. einen Jagdschein. In Bremen ist es jeder 740., in Hamburg jeder 720. Einwohner. Schlusslicht bei den Flächenländern ist Sachsen - dort kommt im Durchschnitt ein Jäger auf 357 Einwohner, in Bayern hat jeder 264. einen Jagdschein. „Wir sind erfreut, dass sich die positive Entwicklung fortsetzt.“ sagte DJV-Präsidiumsmitglied Josef Schneider.

Auch die Zahl jagdbegeisterter Frauen ist im Vergleich zu früher deutlich gestiegen. Nach Befragungen des DJV gibt es bundesweit inzwischen 7 Prozent Jägerinnen, in den Jägerkursen liegt die Frauenquote bei 20 Prozent. Noch vor 20 Jahren war bundesweit nur jeder hundertste Jagdberechtigte eine Frau.

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