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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 21:39 Uhr

Wetter in MV : Der nächste Herbststurm naht

vom

Das Wetter wird kälter und unfreundlicher. Vor allem am Sonntag drohen Orkanböen. Schuld ist Tief „Grischa“

svz.de von
erstellt am 27.Okt.2017 | 17:00 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern muss sich am Wochenende auf stürmisches und teils regnerisches Wetter einstellen. Schuld ist Tief „Grischa“. Den Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zufolge frische in der Nacht zu Sonnabend insbesondere an den Küsten der Wind soweit auf, dass mit Sturmböen gerechnet werden muss. Ganz so schlimm wie bei Tief „Xavier“, das vor wenigen Wochen heftige Schäden anrichtete und den Bahnverkehr im Norden zum Erliegen brachte, werde es voraussichtlich aber nicht.

Zunächst ziehe am Sonnabend ein Regengebiet von Nord nach Süd über das Land und bringe teils kräftige Regenschauer mit. Die Tempertauren liegen bei maximal 12 Grad. Im Landesinneren treten verbreitet Windböen auf, auch stürmische Böen seien wahrscheinlich. An den Küsten seien schwere Sturmböen zu erwarten, so die Meteorologen.

Im Laufe der Nacht zu Sonntag nehme laut DWD der Wind weiter zu. Dann treten an der Küste Mecklenburgs auch vereinzelt Orkanböen, im Land schwere Sturmböen auf, warnen die Wetterexperten. Es müsse an der Küste mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde, im Binnenland von bis zu Kilometern pro Stunde gerechnet werden. Unwetterartige Gewitter seien nicht ausgeschlossen. Dann könnten auch wieder Bäume umstürzen. Die Temperaturen gehen auf 9 bis 6 Grad zurück.

Im Vergleich: Während des Tiefs „Xavier“ Anfang Oktober waren Windgeschwindigkeiten von mehr als 170 Kilometern pro Stunde gemessen worden. Zahlreiche Bäume knickten ab und stürzten auf die Straßen und Schienen. Auch Tote waren zu betrauern. Mit vergleichbaren Ausmaßen wird am Wochenende daher nicht gerechnet. Zur Vorsicht bereitet sich die Deutsche Bahn aber auf Sturmeinsätze vor. Das Personal werde verstärkt, Reparaturtrupps stünden bereit, sagte ein Bahnsprecher am Freitag. Etwaige Sturmschäden an Oberleitungen und umgestürzte Bäume im Gleisbett sollen schnellstmöglich beseitigt werden. Auch sei „der Einsatz mobiler Einsatztrupps mit Kettensägen“ geplant, sagte der Sprecher.

Erwartet werden zudem erhöhte Wasserstände der Ostsee. Laut Ines Perlet vom Schifffahrts-Bundesamt steige der Pegel um 75 Zentimeter bis einen Meter. Ab einem Meter über Normal spricht man von einer Sturmflut. „Vor allem von exponierten Stellen wie an der Steilküste sollte man sich fern halten“, sagt Perlet.

Erst am Sonntagnachmittag beruhige sich laut DWD die Wetterlage langsam. Der Wind lasse nach. Der Regen bleibe MV aber bis in den Nachmittag erhalten. Das Thermometer erreiche Höchsttemperaturen zwischen 8 und 11 Grad.

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