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Parchim : Der "letzte Vorhang" fiel im Kinderland

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Der "letzte Vorhang" für die St. Petersburger-Sommertour 2011 ist gefallen: Zwei Kindergärten in Sternberg, zwei in Plau am See und zwei in der Kreisstadt konnten sich über die "Ausschüttung" des Spendenerlöses freuen.

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erstellt am 09.Apr.2012 | 08:06 Uhr

Parchim | Vielleicht erinnern Sie sich noch an die drei Konzerte der Schüler und Studenten des Rimsky-Korsakow-Konservatoriums St. Petersburg im vergangenen Sommer. Jene, die da waren, werden die jungen Musiker, die zu den besten Nachwuchstalenten der Welt gezählt werden, ganz sicher nicht vergessen haben. In Plau am See hatten sie einen Auftritt, in Sternberg und auch in Parchim. Mehr als eintausend Besucher waren damals in die Kirchen gekommen. Eintritt zahlten sie keinen. Jedoch war es vielen ein großes Bedürfnis, nach dem Konzert die Geldbörsen zu zücken und eine Spende zu geben. So war auch im dritten Jahr dieser hochkarätigen Konzertreihe wieder Geld zusammengekommen, das in Form von Sachspenden an soziale Einrichtungen in der Region gegeben werden sollte. Seit 2009, als das erste Konzert in Plau stattfand und der Erlös an krebskranke Kinder ging, hält es die Interessengemeinschaft "Plau lebt", Organisator des Ganzen, so.

Jetzt fiel der "letzte Vorhang" für die St. Petersburger-Sommertour 2011: Zwei Kindergärten in Sternberg, zwei in Plau am See und zwei in der Kreisstadt konnten sich über die "Ausschüttung" des Spendenerlöses freuen. Marco Rexin, CDU-Stadtvertreter in Plau am See und Mitbegründer der Interessengemeinschaft "Plau lebt", sowie Gudrun Stein, Bürgermeisterin der Stadt Lübz und Schirmherrin der drei letztjährigen Konzerte, waren dazu extra in die DRK-Kita "Kinderland" nach Parchim gekommen und wurden hier von Anke Stegemann, der stellvertretenden Kita-Leiterin empfangen. Schon im Vorfeld hatten sich die Mitarbeiterinnen der Kindereinrichtung, in der momentan 172 Kinder betreut werden - das jüngste gerade sechs Monate alt - überlegt, was für ihre Mädchen und Jungen am sinnvollsten wäre. "Und wir haben uns für Sportgeräte entschieden", sagte Anke Stegemann. "Denn die tägliche Bewegung ist sehr wichtig für die Kinder." Dass sie vor allem auch Spaß macht, war schon unmittelbar nach der Übergabe der Geräte nicht zu übersehen, als eine Gruppe von Zwei- und Dreijährigen mit den nagelneuen Bällen, Reifen und einem bunten Turnhocker in den Bewegungsraum marschierte, um zu entdecken, was man damit so alles machen kann.

Marco Rexin - er ist mit der Interessenvereinigung längst bei der Organisation der diesjährigen Konzertreihe - zeigte sich sehr angetan. "Es ist schön zu sehen, dass sich kulturelle Projekte in der Region erfolgreich mit sozialem Engagement kombinieren lassen."

Mit den jetzt erfolgten Spendenübergaben an die ausgewählten sechs Einrichtungen endet für Gudrun Stein die Zeit ihrer Schirmherrschaft für die St. Petersburger Konzerte offiziell. Wie sie bei der Spendenübergabe im "Kinderland" sagte, wolle sie die Vorhaben der Interessenvertretung jedoch auch weiterhin unterstützen. "Der soziale Gedanke, der hinter diesem Engagement steht, ist gut und er ist mir wichtig", sagte sie. Ob Suchtberatungsstelle, krebskranke Kinder, Kindertagesstätten - sie alle sind auf Hilfen und Unterstützung angewiesen. "Und deshalb möchte ich mich mit meiner Erfahrung und neuen Idee auch weiterhin sehr gern einbringen."

Noch zwei Namen fielen im Zusammenhang mit der 2011er Konzert-Tour: Volker Schubert, stellvertretender Leiter der Musikschule Parchim, und Olaf Steinberg, Sternbergs Vize-Bürgermeister. "Beide haben uns bei der Organisation und Durchführung der Konzerte wirklich sehr unterstützt", dankt Rexin.

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