Überholverbot aufgehoben : Der lange Arm der Petersdorfer Brücke

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Überholverbot auf der Umleitungsstrecke teilweise aufgehoben. Autobahnkreuz Schwerin bringt Entlastung

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06. Juli 2015, 21:00 Uhr

Die Anstrengungen seitens der Verwaltung, zur Entlastung der Stadt nach der Sperrung der Petersdorfer Brücke im Zuge der A 19 und dem damit seither verbundenen Umleitungsverkehr über die B 198/B103 gehen unvermindert weiter: Nach Vorliegen der Ergebnisse der Verkehrszählung und des schallschutztechnischen Gutachtens wurde im Bereich der Bebauung vor der Brücke B 103 bis zum Wohngebiet Weidensoll (Ortsdurchfahrt) die Geschwindigkeit für Lkw auf 50 km/h herabgesetzt. Damit werden im Wesentlichen die geforderten Werte am Tag (6 bis 22 Uhr) von 70 dB und in der Nacht (22 bis 6 Uhr ) von 60 dB eingehalten. Das Gutachten sage jedoch auch klar aus, so Reier in der jüngsten Stadtvertretung, dass eine Herabsetzung der Geschwindigkeit für Pkw keine nennenswerte Verbesserung der Lärmimmission mit sich bringt.

Mit Einrichtung der Umleitungsstrecke seien die Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h und ein Überholverbot angeordnet worden. „Für den Beginn der Maßnahme war das nach meiner Meinung auch zwingend notwendig“, sagt Reier. Quasi als eine erzieherische Maßnahme sowohl für Lkw- als auch für Pkw-Fahrer. Mittlerweile aber hätten sich die Verkehrsteilnehmer an die Situation mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen gewöhnt, weshalb er es begrüße, dass das Überholverbot bei weiterhin 70 km/h aufgehoben wurde. „Mit Beginn der Ernte werden wir vermehrt landwirtschaftliche Fahrzeuge auf der Umleitungsstrecke haben, die den Verkehr zusätzlich behindern“, sagt Bürgermeister Reier. Das Straßenbauamt sah das genauso und hat das Überholverbot aufgehoben.

Die Situation ist nicht einfach für die Stadt Plau, die in den kommenden Wochen und Monaten zahlreiche Sommerurlaubern erwartet. „Was uns entgegenkommt, ist die Freigabe des Schweriner Kreuzes A 24/A 14 zum vorletzten Wochenende“, schätzt Norbert Reier ein. Dadurch würde die Umleitungsstrecke über Plau entlastet, wie auch durch die weitere Umfahrung über Neubrandenburg. „Letztlich“, so Reier, „entscheiden die Autofahrer jedoch selbst, wo sie fahren.“ Umso wichtiger sei es, dass eben nicht nur eine Entlastuntgsstrecke offiziell ausgeschildert ist, sondern auf verschiedene Routen hingewiesen wird.

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