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Umweltschützer gegen Autobahn-Bau : Der Kampf um die A14 geht weiter

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Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) unternimmt einen weiteren Anlauf, die Nordverlängerung der Autobahn 14 zu verhindern und einen Ausbau der vorhandenen Bundesstraßen durchzusetzen.

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erstellt am 09.Sep.2013 | 06:26 Uhr

Magdeburg | Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) unternimmt einen weiteren Anlauf, die Nordverlängerung der Autobahn 14 zu verhindern und einen Ausbau der vorhandenen Bundesstraßen durchzusetzen. Bei der Vorbereitung des neuen Bundesverkehrswegeplanes hätten Umweltverbände erstmals die Gelegenheit, eigene Projektvorschläge für Fernstraßen einzureichen, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gestern in Magdeburg mit. In Kürze werde der Verband sein Ausbaukonzept beim Bundesverkehrsministerium einreichen. Die Länder müssten dieses dann prüfen.

Kern sei der Ausbau der B189 mit dreispurigen Ortsumfahrungen um Colbitz, Dolle, Buchholz, Stendal, Erxleben, Wittenberge und Premslin/Quitzow. "50 Prozent der bisher geplanten Kosten für die A14 könnten eingespart werden", sagte Sachsen-Anhalts BUND-Geschäftsführer Oliver Wendenkampf.

Mit dem Bau der Autobahn von Magdeburg nach Schwerin ist bereits begonnen worden, sie soll bis 2020 fertig sein und insgesamt 1,3 Milliarden Euro kosten. Der BUND - wie andere Umweltverbände auch - hält die Trasse für ökologisch und ökonomisch unsinnig. So sind aus seiner Sicht etwa die prognostizierten Verkehrsaufkommen bislang zu hoch angesetzt. Der BUND klagt vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen den Bau.

Mit einer Klage gegen den Weiterbau der A14 in Brandenburg war der Umweltschutzverband im Mai gescheitert. Das Bundesverwaltungsgericht entschied, dass die Planungen für den gut 12,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen Karstädt und der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern rechtlich nicht zu beanstanden sind. Weder sei die Verkehrsprognose fehlerhaft noch verstoße das Vorhaben gegen den Habitat- (Lebensraum-) und Artenschutz.

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