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Ernährungsgipfel in Barth : Der Geschmack des Landes

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Erster Norddeutscher Ernährungsgipfel stärkt das Branchennetzwerk

Der Süden hat es vorgemacht. Nun zog der Norden nach. Nachdem vor drei Jahren Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt den 1. Mitteldeutschen Ernährungsgipfel aus der Taufe gehoben haben, lud der Verein Agrarmarketing Mecklenburg-Vorpommern (AMV) ins Ahrenshooper „The Grand“-Hotel zum 1. Norddeutschen Ernährungsgipfel ein. Das stieß aus der Sicht der Veranstalter auf eine gute Resonanz. Etwa 180 Vertreter der Branche, aus Dienstleistungsbereichen, Handel, Politik und Verwaltung folgten der Einladung zum Branchentreff im neuen Format, der unter dem Motto „Gut gerüstet für die Zukunft“ stand.

Wer jedoch denkt, dass sich das Programm des Gipfels nur um „Äten un Drinken“ drehte, der irrt. Vielmehr ging es Veranstaltern und Teilnehmern darum, dem „Geschmack des Landes“ auf neuen, innovativen Wegen zu Leibe zu rücken. Soll heißen: Digitalisierung, Visualisierung, Marketing und andere neudeutsche Begriffe waren die Themen der verschiedenen Vorträge. Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) wies in ihrem Grußwort darauf hin, dass es aus ihrer Sicht vor allem darum gehe, eine innovative Verbindung von wirtschaftlichen, ökologischen und gesundheitsfördernden Aspekten herzustellen. Und sie appellierte an die Praktiker der Branche, der Politik das Feedback zu geben, das sie braucht, um die richtigen Entscheidungen zu treffen, mit der letztlich alle im besten Sinne des Wortes gut leben können.

Mit von der Partie natürlich auch Landwirtschaftsminister Till Backhaus, der ganz in seinem Element der Ernährungsbranche des Landes einen hohen Stellenwert bescheinigte und darauf hinwies, dass diese Branche immerhin deutlich über ein Drittel am Produktionsvolumen des Landes Anteil hat und eine steigende Exportquote aufweist, die mittlerweile bei 17 Prozent liege. Mit sichtlichem Stolz führte Backhaus auch aus, dass sein Ressort einen Darlehensfond von 12 Millionen Euro aufgelegt hat, aus dem Geld an kleinere Betriebe in der Land- und Ernährungswirtschaft unter anderem zur Entwicklung neuer Produkte ausgereicht und jeweils zu 100 Prozent ausgezahlt wird.

Weitere Vorträge widmeten sich dem Thema „Energieversorgung von morgen“ oder den zukunftsweisenden Virtual-Reality-Technologien. Recht anschaulichen Marketing-Unterricht, wenn auch mit reichlich Eigenwerbung verbunden, gaben David Strack von Edeka Nord und Lars Gräning von der Störtebeker Braumanufaktur, die einen sehr erfolgreichen Weg bis in die Elbphilharmonie gegangen ist. Darüber hinaus hat Fritjof Hahn von der Ablig Feinfrost GmbH in Heichelheim bei Weimar einen recht launigen Beitrag über eine kloßartige Erfolgsgeschichte aus Thüringen gehalten.

Fazit: Mit der Neuorientierung des Branchentreffs als Ernährungsgipfel hat der AMV einen Weg eingeschlagen, der Potenzial für die Zukunft hat und neue Formen des branchenübergreifenden Netzwerkens ermöglicht. Während des Gipfels wurde auch eine Partnerschaft zwischen dem AMV und dem Thüringer Ernährungsnetzwerk besiegelt.

 

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erstellt am 20.Apr.2017 | 06:00 Uhr

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