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Bürger gründen Initiative : Der Gegenwind wird stärker

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Bei Dietlind Gohle stand das Telefon nicht mehr still. Nachdem sich die Kreisstädterin vor einer Woche in der Parchimer Zeitung beunruhigt über Pläne für einen Windpark geäußert hat, melden sich täglich Betroffene.

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erstellt am 07.Feb.2012 | 12:08 Uhr

Parchim/Lübz/ | Bei Dietlind Gohle stand das Telefon in den zurückliegenden Tagen nicht mehr still. Nachdem sich die Kreisstädterin vor einer Woche in der Parchimer Zeitung beunruhigt über Pläne für einen neuen Windpark zwischen Neuburg und dem östlichen Stadtrand der Kreisstadt geäußert hat, melden sich fast täglich Betroffene. "Vielen wird erst jetzt klar, dass in absehbarer Zeit riesige Windkraftanlagen in Sichtweise aufgebaut werden könnten", so Dietlind Gohle.

Mit der Gründung einer Bürgerinitiative will sie den größt möglichen Einfluss auf die Investoren stärken. "Das Echo ist groß und wir haben inzwischen eine Bürgerinitiative aus der Taufe gehoben, damit wir mit gemeinsamer Stimme auftreten können", so die Parchimerin.

In der vergangenen Woche hat sie bereits mit dem Stadtpräsidenten Dirk Flörke über die Sorgen der Anwohner gesprochen. "Er hat mir zugesichert, dass die Stadtvertreter die Bedenken sehr ernst nehmen und er will darüber auch seine CDU-Fraktion informieren", sagt Dietlind Gohle. Gestern Abend hat sie in gleicher Sache Bürgermeister Bernd Rolly aufgesucht.

Die Initiatorin der Bürgerinitiative fühlt sich bestätigt, nachdem sogar aus dem Lübzer Raum Unterstützung für eine Bürgerinitiative signalisiert worden ist. "Ich würde mich freuen, wenn sich die noch einmal bei mir melden, die sich als Kritiker des Windkraftparks engagieren möchten", sagt Dietlind Gohle, die unter Telefon 038 71/217 875 oder 0173/242 701 4 erreichbar ist.

Nachdem das Raumentwicklungsprogramm Westmecklenburg (RREP WM) vor rund zwei Jahren ein Areal zwischen dem Ortsteil Neuburg der Gemeinde Siggelkow und dem östlichen Stadtrand von Parchim als Windeignungsraum festgeschrieben hat, könnten hier bis zu 25 Anlagen mit einer Höhe von bis zu 185 Metern aufgestellt werden. Derartige Windkraftanlagen gibt es in der Region bislang nicht. Kritiker sehen durch Schattenwurf und Lärmbelastung die Lebensqualität von Anwohnern beeinträchtigt. Auch die Abstandsflächen zu bewohnten Gebieten halten sie für nicht ausreichend.


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