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Rostock : Denkmalgeschützte Heinkel-Mauer vor Abbruch

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Die Flugzeugindustrie hatte im vergangenen Jahrhundert eine große Tradition in der Hansestadt Rostock. Davon ist nicht mehr viel zu sehen. Nun soll eines der letzten Überbleibsel aus dieser Zeit fallen, die baufällige und denkmalgeschützte Heinkel-Mauer.

svz.de von
erstellt am 05.Feb.2015 | 13:50 Uhr

In Rostock soll die denkmalgeschützte Heinkel-Mauer abgerissen werden. Sie ist eines der letzten Überbleibsel der ehemaligen Heinkel-Flugzeugproduktion, die die Hansestadt über mehrere Jahrzehnte hinweg geprägt hat. Das dazugehörige Areal gehört der stadteigenen Wohnungsgesellschaft Wiro, sagte ein Stadtsprecher am Donnerstag. Die Wiro habe im vergangenen Jahr eine umfangreiche Prüfung des baufälligen Bauwerks vorgenommen.

Ein Ergebnis sei gewesen, dass die etwa 80 Meter lange Backsteinmauer bei einem vertretbaren Einsatz der Mittel nicht zu halten sei.

Ein Abbruchantrag liege seit einigen Tagen bei der Stadtverwaltung und werde geprüft. Dazu gehörten auch Überlegungen, Teile der Mauer zu erhalten und in die künftige Gestaltung zu integrieren. Die Wiro plant, auf dem Gelände mehrere Hundert Wohnungen zu errichten. Bis dahin könnte es aber noch etwa drei Jahre dauern. Die Mauer steht direkt an einer Straßenbahnlinie und der meistbefahrenen Straße der Stadt.

Wie der Sprecher weiter sagte, hatte der Flugzeugbau erheblich zur Entwicklung des Stadt beigetragen. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts sei ein wichtiger Flugplatz in Hohe Düne entstanden. In den Heinkel-Werken wurden Anfang der 1920-er Jahre bis Kriegsende Flugzeuge gebaut. Zudem seien in den 30-er Jahren mehr Menschen im Flugzeug- und nicht im Schiffbau beschäftigt gewesen. „Die Heinkel-Mauer steht für die Rückbesinnung an ein weitgehend in Vergessenheit geratenes Kapitel Rostocker Wirtschaftsgeschichte und Rostocker Stadtentwicklung.“

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