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Afd in Schwerin : „Den Rechtsruck wird es nicht geben“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der AfD-Landesverband MV sieht seine Chancen für die Landtagswahl in einem Jahr durch eine mögliche Abspaltung nicht gefährdet.

Der AfD-Landesverband MV sieht seine Chancen für die Landtagswahl in einem Jahr durch eine mögliche Abspaltung nicht gefährdet. Eine Austrittswelle sei im Nordosten nach der Entmachtung von AfD-Gründer Bernd Lucke auf dem Bundesparteitag nicht zu verzeichnen. „Wir bleiben unserem konservativen Kurs treu. Den vielfach postulierten Rechtsruck wird es nicht geben“, sagte AfD-Landessprecher Leif-Erik Holm gestern. Luckes liberal-konservativem Verein „Weckruf 2015“ gehören nach Schätzung Holms nur etwa 25 der landesweit knapp 350 Mitglieder der Alternative für Deutschland (AfD) an.

Der „Weckruf“-Vorstand hatte eine Umfrage unter seinen Mitgliedern gestartet, welche Konsequenzen aus der Wahl von Luckes national-konservativer Gegenspielerin Frauke Petry zur Parteichefin zu ziehen sind. Dem Verein hatten Ende Mai etwa 4000 der insgesamt rund 21  000 AfD-Mitglieder angehört. Holm wies Darstellungen der Schweriner Landtagsfraktionen von SPD, Grünen und Linke zurück, wonach die AfD mit dem Wechsel an der Bundesspitze näher an die rechtsextreme NPD heranrücke. „Wir sind nicht in deren Fahrwasser, auch wenn das Geschrei der Weckrufer den Eindruck vermitteln will“, erklärte Holm. Er zeigte sich zuversichtlich, dass sich „die Sache wieder beruhigt, sobald sich der Pulverdampf vom Wochenende verzogen hat“. Die Nordost-AfD setze ihre Vorbereitungen auf die Landtagswahl im Herbst 2016 fort.

Der AfD-Flügel um Parteigründer Bernd Lucke will noch in dieser Woche über eine mögliche Partei-Neugründung entscheiden. Man sei entsetzt über den „Rechtsruck“ in der AfD, so der Verein „Weckruf“. Lucke sagte, die Neugründung einer Partei sei ein Thema, das „massiv auf uns zukommt“. Mehrere bekannte Partei-Mitglieder gaben unterdessen ihren Austritt aus der Partei bekannt.

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