5. Sommertour der SVZ-Lokalredaktion Bützow : Den Eurofightern einmal ganz nah

Oberleutnant Klaus Heinbockel (2. v. r., stehend) erläutert die Arbeit auf dem Tower.
1 von 2
Oberleutnant Klaus Heinbockel (2. v. r., stehend) erläutert die Arbeit auf dem Tower.

Was sie sonst nur am Himmel vorbeiziehen sehen, konnten gestern 22 Leser unserer Zeitung aus nächster Nähe in Augenschein nehmen: Die Eurofighter vom Jagdgeschwader 73 „Steinhoff" in Laage-Kronskamp.

svz.de von
18. Juli 2012, 11:11 Uhr

Bützow/Laage | Was sie sonst nur in respektabler Entfernung am Himmel vorbeiziehen sehen, konnten gestern 22 Leser unserer Zeitung aus nächster Nähe in Augenschein nehmen. Die 5. Sommertour der SVZ-Lokalredaktion Bützow führte zum Jagdgeschwader 73 "Steinhoff" in Laage-Kronskamp und den dort stationierten 29 Eurofightern.

Ein Ziel, das den Zivilisten in der Regel verschlossen bleibt und dem deshalb alle mit besonderen Erwartungen entgegen sahen. Erster Grund zum Staunen war zu Beginn gleich die Größe des Fliegerhorst-Geländes, das sich über 835 Hektar erstreckt. Richtung Tower führte der Weg mit dem Bus vorbei am Mannschaftsheim, an der Schwimm- und der Sporthalle, dem Sanitätszentrum, den Unterkünften der Soldaten, dem Ausbildungszentrum der Deutschen Luftwaffe, den diversen Flugzeugabstellhallen und dem neuen Instandsetzungszentrum für die Luftfahrttechnik. "Das ist das modernste Instandsetzungszentrum der deutschen Luftwaffe. 270 bis 300 Millionen Euro sind in den Bau geflossen und es arbeiten dort 200 bis 250 Soldaten im Zwei-Schicht-System", sagt Hauptfeldwebel Jan Seemann aus Tarnow, der die SVZ-Truppe bei der Tour über den Platz begleitet und der keine Frage unbeantwortet lässt.

1000 Soldaten und 300 zivile Mitarbeiter arbeiten auf dem Fliegerhorst, erzählt er. Nachdem sie zuvor eine zweijährige Grundausbildung in den USA absolviert haben, erwerben die Piloten hier den "Führerschein" für den Eurofighter, dem modernsten Mehrzweck-Kampfflugzeug der Welt.

Dafür, dass diese reibungslos starten und landen können, sorgen auf dem To wer die Fluglotsen, denen die Teilnehmer der Sommertour einmal über die Schulter schauen durften. "Das ist der schönste Arbeitsplatz der Welt", findet Oberleutnant Klaus Heinbockel, der den Besuchern die Arbeit auf dem Tower erklärt. Zwischen 30 bis 120 Starts und Landungen gebe es es am Tag, je nachdem, was gerade anliegt, sagt er. Gestern konnten die Gäste vom Tower aus Eurofightern beim Start- und Landetraining zuschauen.

Neben den Eurofighterflügen überwachen die Fluglotsen vom Tower aus den Flugbetrieb von Maschinen des anliegenden zivilen Flughafens Laage, dessen Terminal sich in unmittelbarer Nähe befindet, sowie die Flieger einer zivilen Flugschule.

Wie lange es dauert, bis ein Eurofighter nach Alarmauslösung einsatzfähig sei, wollte unser Leser Günter Möller wissen: "Vier Maschinen stehen immer bereit und sind soweit fertig, dass nur noch die Tore aufgeschoben werden müssen zum Rausrollen", sagt Jan Seemann. In einem Hangar konnten sich die Besucher dann eine Eurofighter aus der Nähe ansehen und auch mal einen Blick ins Cockpit werfen.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen