zur Navigation springen
Mecklenburg-Vorpommern

17. Dezember 2017 | 13:09 Uhr

Zustandsbericht : Dem Wald geht’s gut

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Wälder in Mecklenburg-Vorpommern gehören zu den gesündesten in Deutschland. Damit das so bleibt, will das Land die Wälder so „umbauen“, dass sie auch künftigen Klimaveränderungen widerstehen. Als besonders robust erweist sich die Kiefer.

Dem Wald in Mecklenburg-Vorpommern geht es gut. Die Wälder seien nach denen des Landes Brandenburg die gesündesten in der Bundesrepublik, sagte Agrarminister Till Backhaus (SPD) gestern bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts 2013. Ein Drittel (34 Prozent) der Bäume hat demnach keine Schäden. Die Forstleute beurteilen jährlich den Verlust an Nadeln oder Blättern sowie die Vergilbung der Kronen.

Der Anteil der Bäume mit deutlichen Schäden habe von 17 Prozent im Jahr 2012 auf 14 Prozent im vorigen Jahr abgenommen. Allerdings verringerte sich auch die Zahl der Bäume ohne Schäden um zwei Prozentpunkte. 1872 Bäume wurden untersucht.

Sorgen bereitet den Forstwirten vor allem die Eiche mit den stärksten Kronenschäden. 38,6 Prozent der Eichen seien deutlich geschädigt. Nur jede fünfte Eiche sei noch gesund. Die Eichenschäden würden durch den Eichenprozessionsspinner verstärkt, dessen Raupen in den Kronen fressen.

Als robust erweist sich laut Backhaus die Kiefer. Auf sandigen Böden werden auch wieder reine Kiefernbestände gepflanzt. Ansonsten bleibe es das Ziel, im Land überwiegend Mischwälder zu schaffen.

Kiefern kämen mit Stürmen, aber auch mit wenig Niederschlag im Sommer gut zurecht. Damit seien sie gut geeignet, die Wälder an künftige Klimaveränderungen anzupassen. Pro Jahr würden rund 500 Hektar Wald neugepflanzt – deutlich weniger als einst geplant. Als einen Grund nannte er die hohen Bodenpreise. Wenn der Bund dem Land die restlichen ehemals volkseigenen Agrarflächen unentgeltlich übertragen würde, könnte auch mehr Wald angelegt werden, sagte Backhaus.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen