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Wirtschaft vs. Tierschutz : Dem Biber geht es an den Pelz

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Beratung, Prävention und im Extremfall Wegfang: Mecklenburg-Vorpommern will Konflikte der Forst- und Wasserwirtschaft mit dem Biber beilegen.

svz.de von
erstellt am 14.Jul.2017 | 20:45 Uhr

Dem Biber kann es künftig in Mecklenburg- Vorpommern an den Pelz gehen. Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) habe den Weg für ein Bibermanagement im Land freigemacht, teilte das Ministerium in Schwein am Freitag. Für das Projekt stehen jährlich rund 310 000 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) zur Verfügung. Damit sollen Maßnahmen finanziert werden, um den Konflikt zwischen Land-, Forst- und Wasserwirtschaft mit dem streng geschützten Biber beizulegen. Durch ihre „Bautätigkeit“ stauen Biber Flüsse und Bäche an. Das führt zur Überflutungen.

Für die Umsetzung des Managementplans seien Mitarbeiter des Planungsbüros Umweltplan GmbH Stralsund sowie der Gesellschaft für Naturschutz und Landschaftsökologie Kratzeburg (Mecklenburgische Seenplatte) gewonnen worden, hieß es. Sie würden die Maßnahmen für mindestens drei Jahre in allen Landkreisen begleiten und steuern.

Dazu gehörten zum Beispiel Kontrollen von Gewässern sowie die Dokumentation der Maßnahmen und ihrer Wirksamkeit.

Beim Bibermanagement gehe es vor allem um Beratung, Prävention und Schadensausgleich, im Extremfall aber auch um den Wegfang von Bibern oder gar die Tötung, hieß es. Vor 40 Jahren galten Biber als nahezu ausgestorben, seither wurden sie vielerorts wieder angesiedelt.

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