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Parchim/Tessenow/Domsühl : Dauerfrost lässt Löschwasser einfrieren

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Wegen eines Brandes in Tessenow wurde die Feuerwehr ausgerufen. Ein Problem für die Kameraden war der eisige Frost. Es herrschten Temperaturen von unter minus 20 Grad und so drohten die Schläuche einzufrieren.

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erstellt am 06.Feb.2012 | 10:30 Uhr

parchim/Tessenow/Domsühl | Am gestrigen Sonntagmorgen wurden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren in Tessenow, Marnitz und Suckow zum Einsatz gerufen. In Tessenow brannte gegen 5.17 Uhr ein Nebengebäude eines Einfamilienhauses in der Marnitzer Chaussee. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte das aus Holz bestehende Gebäude, das Feuer drohte auf das angrenzende Wohnhaus überzugreifen. Die Bewohner waren zu diesem Zeitpunkt bereits ins Freie geflüchtet. "Den Giebel und damit das Haus konnten wir aber retten", sagt Suckows Wehrführer Wolfgang Bill. Zur Unterstützung wurden auch die Kameraden aus Parchim angefordert.

Nach rund zweieinhalb Stunden war der Einsatz so weit beendet, dass die ersten Wehren abziehen konnten. Zur Brandursache konnte noch nichts in Erfahrung gebracht werden. Am Abend zuvor soll, so die Polizei, dort eine Geburtstagsparty stattgefunden haben. Die Kriminalpolizei hat die entsprechenden Ermittlungen aufgenommen. Die Schadenshöhe wird mit bis zu 100 000 Euro angegeben. Ein Problem für die Kameraden der Wehren war der eisige Frost. Es herrschten Temperaturen von unter minus 20 Grad und so drohten die Schläuche einzufrieren. Auch ein Hydrant musste enteist werden. Die Einsatzkleidung sowie die Atemschutzgeräte waren zum Teil mit Eis überzogen. Dazu kam, dass jeder Schritt gefährlich war, denn durch den Löscheinsatz verwandelte sich die Einsatzstelle in eine Eisbahn.

Auch in Domsühl kamen mehrere Feuerwehren zum Einsatz. Zum einen gab es in der Nacht einen Alarm, da auf einem Recyclinghof ein großer Komposthaufen aus Grünzeug mit viel Holz in Brand geraten war. Dieses Feuer wurde zwar gelöscht, aber gegen 11 Uhr am gestrigen Vormittag flammte es erneut auf. "Daraufhin haben wir einen Radlader von der Parchimer Firma MTH zum Einsatz gebracht, der nun die großen Haufen auseinander reißt und wir dann ablöschen", sagt Amtswehrführer Frank Schweitzer. Probleme machte auch hier wegen des Frostes die Vereisung der Einsatzstelle durch das viele Löschwasser. Um dieses einigermaßen einzudämmen, kam der Winterdienst der Gemeinde Domsühl zum Einsatz. Ein weiteres Problem ist die Wasserversorgung. Das Löschwasser wird mittels Pendelverkehr durch vier Tanklöschfahrzeuge aus etwa einem Kilometer Entfernung herangeschafft. Insgesamt sind 56 Kameraden von den Wehren Spornitz, Matzlow-Garwitz, Goldenbow, Raduhn, Domsühl, Severin und Zieslübbe im Einsatz, der bei Redaktionsschluss noch andauerte.

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