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SSC: Zweites Play-off-Viertelfinalspiel in Potsdam : Das wahre Gesicht zeigen

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Wenn heute das zweite Play-off-Viertelfinal-Spiel zwischen SC Potsdam und dem SSC angepfiffen wird, wollen die Schwerinerinnen ihr wahres Gesicht zeigen. Lisa Thomsen: "Wir können sehr viel besser spielen."

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erstellt am 07.Apr.2013 | 08:18 Uhr

Schwerin | "Die Mädels sind bereit, am vergangenen Samstag waren sie es nicht", verbreitet SSC-Trainer Teun Buijs großen Opitimismus. Wenn heute um 16 Uhr in der Potsdamer MSB Arena am Luftschiffhafen das zweite Play-off-Viertelfinal-Spiel zwischen Gastgeber SC Potsdam und dem Schweriner SC angepfiffen wird, wollen die SSC-Volleyballerinnen ihr wahres Gesicht zeigen. Eines ist dem Pokalsieger dabei gewiss: An die hundert Fans oder vielleicht auch ein paar mehr werden ihre Mannschaft lautstark anfeuern. "Eigentlich hatte ich eine Reise nach Potsdam gar nicht auf dem Plan. Aber jetzt fahre ich", meinte die schon seit Jahren treue Anhängerin Angela Langner gleich nach dem verpatzten SSC-Auftritt am Ostersamstag. Und ihr ergeht es sicher nicht alleine so.

Das 2:3 im ersten Vergleich ist bei den Spielerinnen komplett abgehakt, jetzt geht der Blick nur noch auf das Sonntagsspiel. Da muss ein Sieg her, um nicht vorzeitig alle Träume von der Titelverteidigung in der Meisterschaft begraben zu müssen. Die Buijs-Schützlinge werden morgen alles daran setzen, um am Mittwoch in heimischer Arena das Entscheidungsspiel in der Serie "Best of Three" zu erreichen.

"Wir sind wieder frei im Kopf"

"Wir sind wieder frei im Kopf und haben die ganze Woche gut trainiert", zeigt sich Mittelblockerin Quinta Steenbergen überzeugt, dass ihr Team in Potsdam ganz anders auftreten wird. Die am Dienstag 28 Jahre alt gewordene Niederländerin fügte mit einem Lachen an, dass die Saison "am Sonntag nun wirklich nicht vorbei sein sollte".

Dass die Schwerinerinnen weiter im Rennen bleiben, dafür nennt auch Libero Lisa Thomsen ein paar ganz plausible Gründe: "Wir sind eine bessere Mannschaft, als wir am Samstag gezeigt haben. Wir haben die ganze Saison über unser großes Potenzial ausgeschöpft, nur eben in diesem einen Spiel nicht. Und diese Mannschaft hat es einfach verdient, weiterzukommen."

Natürlich ist allen klar, dass die Potsdamerinnen sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die SSC-Angriffswucht stemmen werden. "Wir können sehr viel besser spielen. Ich denke aber, dass Potsdam hier in Schwerin an seinem Limit war", bemerkte Lisa Thomsen. Auch SCP-Trainer Alberto Salomoni weiß: "Der Meister und Tabellenführer ist weiter der klare Favorit und wir haben vielleicht zu 20 Prozent die Chance, weiterzukommen." So musste der Italiener in dieser Woche sein Team darauf "einnorden", den Hinspielsieg weitgehend zu verdrängen, um sich neu zu konzentrieren und zu orientieren: "Wir müssen auf dem Boden bleiben." Denn jeder in der brandenburgischen Landeshauptstadt ist sich sicher, dass der Titelverteidiger nicht seine wahre Spielstärke gezeigt hat. "Wir wussten vor dem Spiel am Samstag nicht so genau, wo wir mit unserem Niveau stehen. Vielleicht war es nicht so gut, dass wir die ersten beiden Sätze noch gerade mal eben so gewonnen haben. Das hat uns sicher nicht geholfen. Wir sind einfach nicht in den Flow gekommen", meinte Lisa Thomsen weiter.

Nun sind aber in diesen Tagen alle Sinne bis aufs Letzte geschärft. Und die SSC-Damen wollen dies morgen vor ihren mitgereisten Fans und den rund 2000 Potsdamern in der wohl ausverkauften MSB Arena mit einer guten Leistung bestätigen und den ersten Schritt Richtung Halbfinale machen.

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