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Mecklenburg-Vorpommern

20. November 2017 | 09:08 Uhr

Tourismus-Rekord : Das Land zum Urlaub machen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mecklenburg-Vorpommern knackt erstmals Marke von 30 Millionen Übernachtungen. Es wurde eine Gästebefragung vorgestellt

svz.de von
erstellt am 01.Mär.2017 | 06:25 Uhr

Nicht einmal eine Erkältung vermasselte Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe (CDU) die Laune. Als hätten die Zahlen, die er gestern im Schweriner Schloss verkündete, gewirkt wie wohltuende Medizin. Mecklenburg-Vorpommern hat im Jahr 2016 einen Übernachtungsrekord erzielt. Das Statistische Landesamt registrierte 30,3 Millionen Übernachtungen und damit 0,8 Millionen mehr als noch im Vorjahr – ein Zuwachs von 2,8 Prozent. Das ist das dritte Rekordjahr in Folge, zum ersten Mal knackte das Land die Grenze von 30 Millionen Übernachtungen, die Glawe seit Jahren angestrebt hatte. „Es war ein sehr erfolgreiches Jahr und Sie sehen einen entspannten Minister“, sagte er. Zugelegt haben dabei fast alle Regionen, besonders die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst mit sechs Prozent sowie das Vorpommersche Festland, das 5,2 Prozent mehr Übernachtungen verzeichnete als noch im Vorjahr. Lediglich die Regionen Westmecklenburg und die Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte vermeldeten einen Rückgang. Hier braucht es laut Glawe nachhaltige touristische Angebote und Strukturen, um wieder mehr Urlauber anzulocken.

Ebenfalls angestiegen ist die Zahl der Gästeankünfte. 7,6 Millionen Menschen verbrachten 2016 ihren Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern, 380 000 davon aus dem Ausland. Ein Anstieg von 2,3 Prozent. Dabei kommen immer mehr Menschen aus den alten Bundesländern an die Ostseeküste: 52 Prozent, die meisten aus Nordrhein-Westfalen. Zusammen mit dem Bundesland Bayern ist MV das beliebteste Urlaubsziel der Deutschen.

Das seien gute Nachrichten, sagte Sylvia Bretschneider (SPD), Präsidentin des Tourismusverbands des Landes. Sie dürften aber nicht über die Probleme hinwegtäuschen. Die Erreichbarkeit der Urlaubsregionen in MV, der öffentliche Nahverkehr, die Öffnungszeiten der Läden: Es müsse investiert werden, denn für Bretschneider hängen die Qualität der touristischen Angebote und die Lebensqualität der Einheimischen zusammen. Es darf kein Gegeneinander geben, sondern ein Miteinander, ermahnte sie und warf dem Minister einen Blick zu.

Vorgestellt wurden zudem die Ergebnisse einer Gästebefragung, die erste seit 2010, an der 6000 Urlauber teilnahmen. 92 Prozent der Befragten waren mit ihrem Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern zufrieden. In Schulnoten ausgedrückt gaben die Touristen im Schnitt eine 1,78. Verbesserungspotential sahen sie im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel, dem Kunst- und Kulturangebot, der Beschilderung von Wegen sowie den aufgrund der Bäderverkaufsordnung eingeschränkten Ladenöffnungszeiten. In diesen Kategorien schnitt das Land schlechter ab als noch vor sieben Jahren.

Außerdem wünschten sich die Gäste bessere Gastronomie mit mehr regional-typischen Gerichten. Da seien andere Urlaubsregionen besser als der Nordosten, sagte Bretschneider.

Möglichkeiten zum Austausch ergeben sich schon in einer Woche. Da startet die weltgrößte Reisemesse, die ITB in Berlin. Mecklenburg-Vorpommern ist mit 21 Ausstellern vertreten. Glawe und Bretschneider wollen auch kommen. Gute Geschäfte machen, wie der Minister sagte.

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