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Mecklenburg-Vorpommern

20. November 2017 | 03:29 Uhr

Das hilft gegen die Hitze

vom

svz.de von
erstellt am 26.Jul.2013 | 04:04 Uhr

Bad Nenndorf/Berlin | Lauwarme Duschen und langsames Abkühlen vor dem Schwimmen sind derzeit die besten Strategien, um der Hitze zu trotzen. Wer etwa am Badesee beherzt ins Nass springen will, sollte daran denken, dass die Temperaturunterschiede zwischen Luft und Wasser dem Kreislauf ziemlich zu schaffen machen können. Daher ist es sinnvoll, auf jeden Fall langsam ins Wasser zu gehen, rät die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Dabei sollte der Badende erst seinen Oberkörper benetzen, bevor er ganz untertaucht.

Trotz der Sommerhitze sind gerade bei tieferen Gewässern wie Baggerseen nur die obersten Wasserschichten erwärmt. Darunter können noch immer sehr kalte Schichten sein, durch die Schwimmer leicht unterkühlen und Krämpfe bekommen können, warnt die DLRG.

Auch eine eiskalte Dusche zu Hause ist keine gute Idee: Denn auch hierbei macht der Temperaturunterschied dem Kreislauf zu schaffen.

Zum anderen aktiviert frostiges Abbrausen die körpereigene Heizung, erläutert die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO). Die Poren ziehen sich zwar erst zusammen. Doch danach schwitzt man noch stärker. An heißen Tagen ist deshalb eine lauwarme Dusche die bessere Lösung.

Bei großer Hitze gilt außerdem umso mehr, was bei Sommerwetter grundsätzlich gilt: die Mittagshitze meiden, im Schatten bleiben, einen Hut und luftige Kleidung tragen sowie viel trinken. Ob man genug Flüssigkeit zu sich genommen hat, lässt sich an der Urinfarbe erkennen: Er sollte immer hellgelb sein. Ist das nicht der Fall, rät die Apothekerkammer Niedersachsen, die Trinkmenge zu erhöhen. Denn wer nicht genug trinkt, riskiert einen Hitzekollaps. Dieser kann sich unter anderem durch Kopfschmerzen, ein Schwächegefühl, Muskelkrämpfe oder Bewusstseinstörungen bemerkbar machen. Ersthelfer sollten eng anliegende Kleidung des Betroffenen lockern. Von Eispackungen auf Kopf und Nacken rät Prof. Hans Anton Adams von der Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin in Berlin ab, weil der große Temperaturunterschied den Kreislauf zu stark belastet. Aus diesem Grund sollte man auch nur ein kühles, aber kein eiskaltes Getränk zu sich nehmen. Wer sich anschließend nicht besser fühlt, lässt sich am besten ärztlich behandeln.

Wer trotz der heißen Temperaturen arbeiten muss, sollte darauf achten, dass es in unklimatisierten Büroräumen nicht mehr als 26 Grad Celsius warm wird. Wenn doch, können Arbeitnehmer darauf pochen, dass der Arbeitgeber aktiv wird. Diesen Grenzwert sieht die Arbeitsstättenverordnung vor, erläutert die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Ab 35 Grad Celsius seien Räume für körperliche Arbeit ungeeignet.

Wer in den nächsten Tagen nicht ans Meer flüchten kann, braucht ein paar Tricks, um das Haus kühl zu halten - auch ohne Klimaanlage. Dann schläft es sich nachts auch besser.

Dabei helfen vor allem Ratschläge, die ebenfalls beim Stromsparen nützlich sind. Denn Elektrogeräte wie Computer, Fernseher, Spülmaschine und Fön produzieren Wärme. An ohnehin schon warmen Tagen empfiehlt Klaus Stöckmann, Energieberater der Verbraucherzentrale Brandenburg, daher nur jene Geräte anzumachen, die auch wirklich gebraucht werden.

Geräte, die im Moment nicht gebraucht werden, sollten komplett abgeschaltet werden. Denn im Stand-by-Betrieb können sie immer noch Wärme abgeben.

Bei manchen Gerichten kann der Koch die Platten kurz vor Schluss ausschalten. Denn sie geben weiterhin Wärme ab, die das Gericht fertig zubereitet. Im Sommer sei zudem der Einsatz von Abzugshauben besonders sinnvoll - sie tragen die warme Kochluft nach draußen.

Damit das Haus sich an heißen Tagen erst gar nicht aufwärmt, sollte nur morgens, abends und in der Nacht gelüftet werden. Dann ist die Luft wesentlich kühler. Wer Rollläden und Jalousien am Fenster schließt, kann die Zimmertemperatur um bis zu 30 Prozent senken. Am besten sind die Blenden und Jalousien hell beschichtet.

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