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24. Filmkunstfest : Das „Frühlingsfestival des Films“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

24. Filmkunstfest vom 6. bis 11. Mai 2014 mit mehr Veranstaltungen und weniger Preisen / Heute beginnt der Kartenvorverkauf

svz.de von
erstellt am 25.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Nein, den Schwan hat auch der neue Künstlerische Leiter des Filmkunstfestes MV, Volker Kufahl, nicht wiederbelebt. Dafür tanzt der Filmfest-Ochse des 24. Schweriner Festivals auf Katalog, Plakaten und Flyern übermütig mit Schmetterlingen im Grünen, als freue er sich, in Gestalt des Goldenen und Fliegenden Ochsen würdigen Preisträgern übergeben zu werden.

Was Kufahl im Fall des Gol-denen Ehrenochsen schon mal gelungen ist. Denn mit Hanna Schygulla kommt ein wirklicher Star des europäischen Kinos nach Schwerin, um den Ehrenpreis für ein Lebenswerk entgegenzunehmen, das mit Filmen wie „Fontane – Effi Briest“, „Die Ehe der Maria Braun“ oder „Lili Marleen“ nur unvollkommen beschrieben werden kann. Diese Filme werden mit weiteren in der Reihe „Hommage Hanna Schygulla“ zu sehen sein.

Vom 6. bis 11. Mai lädt das Filmkunstfestteam zu 127 Veranstaltungen an sechs Tagen. In den drei Wettbewerben und sieben Nebenreihen werden 87 Filme zu sehen sein, davon neun Welt- und deutsche Premieren.

Zu den Neuerungen des neuen Filmkunstleiters Volker Kufahl, der zugleich Geschäftsführer der FilmLand gGmbH ist, die das Filmfest veranstaltet, zählt die bessere Auslastung des Festivalkinos Capitol, so dass nun auch schon am Eröffnungstag und am Sonntag viele Filme zu sehen sein werden. Zudem gibt es zum ersten Mal eine 5er- und eine 10er-Karte, die übertragbar sind, so dass sich Festivalgäste gemeinsam mit Freunden drei, vier Filme am Tag ansehen können.

Außerdem dämmte Kufahl die Preisflut ein und verzichtete aus inhaltlichen Gründen auf den Findling, den Cinestar und den Kinderpreis Leo. Dafür wird der Preis für den besten Dokumentarfilm nicht mehr vom Publikum, sondern von einer Fachjury vergeben und ist zudem mit 5000 Euro attraktiv dotiert. Auch der Hauptpreis für den besten der diesmal 20 Filme im Kurzfilmwettbewerb kann sich mit 4000 Euro bundesweit sehen lassen.

Festivalchef Kufahl freute sich gestern bei der Vorstellung des Programms vor allem darüber, dass es ihm seit seinem Amtsantritt am 1. Dezember 2013 gelungen ist, über 110 Filmschaffende nach Schwerin zu holen, die ihre Arbeiten präsentieren und mit den Festivalbesuchern diskutieren wollen. Erwartet werden als Jury-Mitgleider u.a. die Schauspieler Maria Dragus, die 2013 mit „Draußen ist Sommer“ den Nachwuchsdarstellerpreis gewinnen konnte, und Michael Kind, früher am Schweriner Theater und bekannt u. a. aus der „Küstenwache“ oder dem Kinofilm „Sushi in Suhl“. Mit dem Regisseur Andreas Dresen, der mit der Axel Prahl-Band ein Konzert geben wird, oder Kinokritiker Knut Elstermann werden alte Freunde des Festivals nach Schwerin zurückkehren.

Ein großer Wunsch des neuen Festivalschefs: Wenn sich Schwerin beim Publikum und in der Branche bundesweit als eine Art „Frühlingsfestival des deutschsprachigen Films“ etablieren könnte.


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