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Handballfest in Schwerin : Das Ergebnis wurde zur Nebensache

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach dem Handballfest von THW Kiel und Russland schlug die Stunde der Fans

Der deutsche Rekordmeister THW Kiel und die russische Nationalmannschaft feierten am Freitagabend in der Schweriner Sport- und Kongresshalle ein Handballfest. Der THW und das medienhaus:nord hatten geladen – und rund 2000 Gäste kamen. Aber das sportliche Ergebnis – Kiel gewann mit 30:25 (15:11) – war nebensächlich.

Bereits eine Stunde vor dem Spiel sammelten sich hunderte Fans vor der Schweriner Sport-und Kongresshalle. Der Würstchenverkauf lief auf Hochtouren und die Parkplätze waren rappelvoll. Die Zuschauer standen in Massen am Spielfeldrand, um den Spielern so nah wie möglich zu sein für die ersten Fotos und Autogramme. Beim Einmarsch der Kieler zu ihrer Original-Einlaufmusik herrschte Gänsehaut-Feeling, die Fans sorgten für eine prickelnde Atmosphäre. Der ehemalige Schweriner Torwart Igor Levshin und Kiels Nationalspieler Dominik Klein wurden mit besonders viel Applaus empfangen. Zwar waren die Kieler Fans wie erwartet deutlich in der Überzahl, aber auch bei russischen Toren wurde sportlich fair applaudiert.

Nach dem Schlusspfiff war auf dem Spielfeld kein Durchkommen mehr. Fanmassen umzingelten die Spieler, die ihnen Fotos und Autogramme wie am Fließband lieferten. Insgesamt herrschte tolle Stimmung, während und nach dem Spiel.

Igor Levshin: „Es ist schön, mal wieder in Schwerin zu sein, und ich freue mich sehr über diesen warmen Empfang von den Fans. Leider konnten wir im Spiel nicht alles umsetzen, was wir uns vorgenommen haben, aber dennoch war es ein guter Test.“

Dominik Klein auf die Frage, wie dieses Spiel inmitten der Vorbereitung einzuordnen ist: „Wir fühlen uns, als wären wir bereits seit fünf Wochen im Trainingslager, dabei geht es nächste Woche erst los. Man hat gemerkt, dass taktisch und technisch noch nicht alles nach Plan verlaufen ist, aber da ist so ein Test genau das Richtige um herauszufinden, woran wir dann im Trainingslager arbeiten müssen.“

Klein fasste sich während des Spiels oft an den hinteren Oberschenkel, konnte Fans und Trainer aber beruhigen: „Das kommt sicher von der Müdigkeit, ist aber nichts Ernstes.“

Russlands Trainer Oleg Kuleshov war trotz der Niederlage nicht unzufrieden: „Wir wollten uns gut präsentieren, was uns leider nicht durchweg gelungen ist. Aber es war wichtig für meine Spieler und vor allem für die Jungen im Team, internationale Erfahrung gegen einen Topgegner wie Kiel zu sammeln.“ Auch THW-Coach Alfred Gislasson gewann dem Vergleich überwiegen positive Seiten ab: „Es war ein interessantes Spiel gegen junge und motivierte Russen. Ich bin zufrieden mit der Mannschaft und heilfroh, dass wir das Spiel gewinnen konnten, sonst hätte Oleg mich ständig angerufen…“


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