Angela Merkel in Ribnitz-Damgarten : „Darfs ein bisschen mehr sein?“

Vor ihrem Wahlkampfauftritt schlenderte die Kanzlerin über den Marktplatz von Ribnitz-Damgarten.
Vor ihrem Wahlkampfauftritt schlenderte die Kanzlerin über den Marktplatz von Ribnitz-Damgarten.

Angela Merkel zu Besuch in ihrem Wahlkreis in Ribnitz-Damgarten

svz.de von
18. August 2016, 21:00 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigt sich gut gelaunt, als sie bei Sonnenschein am Marktplatz in Ribnitz-Damgarten aus der Limousine steigt. Fernab von den Problemen der Welt weiß sie doch, dass die Boddenstadt Teil ihrer politischen Heimat ist. Hier kann sie seit den 1990er-Jahre mit satten Mehrheiten rechnen, wenn es um ihr Bundestagsmandat geht. Und so schlenderte sie gestern über den Markt, schüttelt Hände und lässt sich von der Honigproduktion oder der Haltung von Milchschafen berichten – und wirbt für ihre Partei bei der Landtagswahl am 4. September.  

Rund 1000 Zuhörer hat sie, zum größten Teil sind sie zufrieden mit ihr und ihrer Politik – nur ein Buh-Ruf ist zu hören. „Eine bessere Bundeskanzlerin können wir gar nicht kriegen“, sagt der Ribnitzer Heinz Weich. Das soll doch erstmal einer nachmachen, was Merkel in den letzten Jahren geschaffen hat oder sogar bessermachen.

Zwei ältere Damen unterstützen ihn. „Sie ist unkompliziert, ihre Gedanken gefallen uns.“ Und ihr Satz vom Beginn der Flüchtlingskrise „wir schaffen das“ sei eine ethisch gute Haltung.

Merkel streift in ihrer Rede viele innenpolitische Themen, die Außenpolitik bleibt außen vor. Aber sie setzt sich für mehr Personal bei Polizei und den Sicherheitsbehörden ein. Merkel betont die Verdienste der Bevölkerung etwa im boomenden Tourismus und erwähnt, dass der Nordosten im Sommer 2015 eine bessere Tourismusbilanz vorlegen konnte als Bayern.

Dann zeigt Merkel, dass sie auch streng sein kann. Nach ihrer Rede stimmt der heimische Shanty-Chor das Mecklenburglied an. Der CDU-Wahlkreiskandidat Ehlers sieht, dass die ersten Menschen gehen wollen und fängt mitten im Lied mit seinem Beitrag an. Merkel hält ihn auf, und dann singen beide die Hymne der Mecklenburger mit. 

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