Ausstellungshöhepunkte 2018 : Dänen, Gold und DDR-Kunst in MV

Das Staatliche Museum in Schwerin
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Das Staatliche Museum in Schwerin

Führende Museen nehmen sich auch eigene Bestände vor

Viele Museen in Mecklenburg-Vorpommern wollen ihre Besucher in diesem Jahr mit Hausgemachtem überraschen. Sie rücken für ihre großen Sonderausstellungen Schätze aus dem Depot ins Licht. Bekanntermaßen können die meisten Museen aus Platzgründen nur einen Bruchteil ihrer Besitztümer ständig zeigen. Hier kommt eine Auswahl herausragender Vorhaben im neuen Jahr:

„HINTER DEM HORIZONT“ – DDR-KUNST IM STAATLICHEN MUSEUM SCHWERIN

Rund 120 Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Skulpturen, Videos und Aufnahmen von Performances versammelt die Schau, die nach Angaben von Kuratorin Kornelia Röder die große Vielfalt und Breite der DDR-Kunst jenseits der offiziellen Staatskunst zeigen will. Im Mittelpunkt sollen die künstlerischen Leistungen und weniger die Instrumentalisierung von Kunst in der DDR stehen. (6. Juli bis 7. Oktober)

Christian Frederik Eckhardt, Idyllischer Sommertag am Eingang des Dyrehaven bei Kopenhagen, 1883, Öl/ Leinwand, Schenkung Christoph Müller
Christian Frederik Eckhardt, Idyllischer Sommertag am Eingang des Dyrehaven bei Kopenhagen, 1883, Öl/ Leinwand, Schenkung Christoph Müller
 

„DIE DÄNEN!“ – SCHENKUNG CHRISTOPH MÜLLER IM POMMERSCHEN LANDESMUSEUM

Erstmals sind alle 380 dänischen Gemälde, Zeichnungen und Grafiken zu sehen, die der Berliner Kunstsammler und Mäzen Christoph Müller dem Land Mecklenburg-Vorpommern vor zwei Jahren schenkte.

„Es ist die größte zusammenhängende Sammlung dänischer Malerei des 19. Jahrhunderts in einem deutschen Museum“, schwärmt die Sprecherin des Pommerschen Landesmuseums in Greifswald, Jenni Klingenberg. (25. März bis 12. August)

ILYA UND EMILIA KABAKOV UND IHR „SHIP OF TOLERANCE“ IN ROSTOCK

Die Kunsthalle Rostock holt mit dem Künstlerpaar Ilya und Emilia Kabakov internationale Stars an die Ostseeküste. Das in New York lebende Paar erhielt unter anderem den Premium Imperiale, den höchsten Kunstpreis Japans. Die Ausstellung in Rostock präsentiere Gemälde aus unterschiedlichen Epochen unter dem Titel „Two Times“, kündigt die Kunsthalle an. Parallel dazu werde im Rostocker Stadthafen ein „Ship of Tolerance“ eingeweiht. (Ship of Tolerance 19. Mai bis Oktober, Ausstellung 18. Mai bis 15. Juli)

„Sitzendes Mädchen“ (1908, Modell) Ernst Barlach
„Sitzendes Mädchen“ (1908, Modell) Ernst Barlach
 

„VOM GLÜCK DES SAMMELNS“ – ANKÄUFE DER ERNST-BARLACH-STIFTUNG

Unbekannte Zeichnungen, Briefe und Plastiken: Der Ernst-Barlach-Stiftung in Güstrow gelangen seit 2005 spannende Ankäufe. Im Sommer werden sie in der Ausstellung „Vom Glück des Sammelns“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Zu den Highlights zählen für den Geschäftsführer der Stiftung, Volker Probst, die beiden Barlach-Zeichnungen „Sterbender Alter“ und „Sitzender Mann“, die 2011 und 2017 in den Bestand kamen. „Beide Blätter waren bis dahin nicht öffentlich bekannt“, sagte er. (1. Juli bis 30. September).

„DAS ÄLTESTE GOLD DER WELT“ IN ROSTOCK

Im Anschluss an eine große Schau zum 800-jährigen Jubiläum Rostocks im Sommer und Herbst gibt es im Kulturhistorischen Museum der Hansestadt das älteste bearbeitete Gold zu bewundern, das bisher weltweit entdeckt wurde. Die präsentierten Objekte zählten zu den bedeutendsten Stücken des Archäologischen Museums Varna, erklärt das Museum auf seiner Internetseite. („Rostock. Jetzt 800“ vom 15. Juni bis 4. November, „Das älteste Gold der Welt“ von November 2018 bis Mai 2019)

Das älteste Gold der Welt
Das älteste Gold der Welt
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