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Verladung der Tu-134 gestartet : Cottbuser holen Ex-Stasi-Flugzeug aus Vorpommern

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Wie kriegt man ein riesiges Flugzeug, das nicht mehr abheben kann, auf dem Landweg von Vorpommern nach Cottbus? Mit einem Schwerlastkran, großen Lastwagen und Autobahn-Teilsperrungen.

svz.de von
erstellt am 16.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Nach monatelanger Vorbereitung haben Flugzeug-Experten am Montag in Grünz (Kreis Vorpommern-Greifswald) mit der Verladung einer Tupolew 134 begonnen. Bei strahlendem Sonnenschein wurden mit Hilfe eines 130-Tonnen-Krans Tragflächen und dann Triebwerke auf Schwerlast-Lkw geladen, wie Enrico Peiler vom Flugplatzmuseum Cottbus sagte. „Das Schwierigste wird der mehr als 30 Meter lange Rumpf sein, der außerdem 6,20 Meter breit ist.“ Für ihn kommt am Nachmittag ein extra langer Schwerlast-Lastwagen.

Die ehemals russische Passagiermaschine hatte die DDR-Staatssicherheit ab 1984 in der Nähe von Grünz genutzt, um Anti-Terroreinsätze zu trainieren. Nach 1990 holte sie ein Gastwirt nach Grünz, indem er die Maschine mit Hilfe etlicher Traktoren über Felder zog.

 

Das Flugzeug hatte mehr als 20 Jahre im Garten des Gastwirtes gestanden. Er wollte dort ein Café einrichten, war aber am Widerstand der Behörden gescheitert und hatte die Maschine schließlich aus Altersgründen an das Flugplatzmuseum in Cottbus abgegeben. Sie soll mit insgesamt vier Schwerlast-Lkw und aufwendigen Sperrungen über Penkun und dann die Autobahnen ab Montagabend nach Cottbus gebracht werden. Dort soll die ungewöhnliche Fracht ab Mittwoch entladen, wieder zusammengebaut und als größtes Ausstellungsstück des Museums wieder gezeigt werden.

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