City-Baustelle: Jetzt wird gepflastert

In beinahe filigraner Maßarbeit verlegt Andy Schröder von der Garten- und Landschaftsbau Crivitz GmbH die 100-Kilo-Steine vor dem Kröpeliner Tor. Foto: Dana Bethkenhagen
In beinahe filigraner Maßarbeit verlegt Andy Schröder von der Garten- und Landschaftsbau Crivitz GmbH die 100-Kilo-Steine vor dem Kröpeliner Tor. Foto: Dana Bethkenhagen

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31. Juli 2012, 07:23 Uhr

Stadtmitte | Auf der Baustelle am Kröpeliner Tor haben die Arbeiter mit dem Verlegen der Pflastersteine begonnen. Immer wieder bleiben Passanten stehen und begutachten diese erste sichtbare Veränderung, die eine Idee von dem vermittelt, wie der Vorplatz nach Fertigstellung aussehen wird. Die Meinungen sind geteilt. "Hätte es nicht auch ein günstigeres Pflaster getan? Wäre so eine Erneuerung nicht andernorts nötiger gewesen", fragt sich Klaus Standke. Wolfgang Müller hingegen freut sich, dass dieser in Rostock so beliebte und prominent gelegene Platz nun bald in neuem Glanz erstrahlen wird. So richtig kann er sich noch nicht vorstellen, wie das am Ende aussehen wird: "Ich lasse mich einfach überraschen."

Lange wird es nicht mehr dauern, bis die Rostocker den Kröpeliner-Tor-Vorplatz in seiner neuen Gestalt in Besitz nehmen können. Denn nachdem die unterirdischen Arbeiten nun abgeschlossen sind, wie Reinhard Wolfgramm, Geschäftsführer der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (RGS) mitteilt, geht es nun zügig voran. "Wir liegen im Zeitplan", sagt Wolfgramm. Im Oktober soll der zweite Bauabschnitt angegangen werden. Die RGS führt die Baumaßnahme treuhänderisch im Namen der Hansestadt aus.

Unterschiedliche Natursteine weisen auf Historie hin

"Spätestens zum Weihnachtsmarkt wird alles fertig sein", so Wolfgramm. Mit einer kleinen Ausnahme, wie der RGS-Chef einräumen muss: "Der Bereich, an dem sich unsere Baustelle und die der TLG treffen, wird erst nach Jahreswechsel in Angriff genommen." Das liegt daran, dass am Schröderplatz ein Hotel entsteht und es sinnvoll ist abzuwarten, bis hier die letzten Arbeiten abgeschlossen sind.

In diesen Tagen verlegt die Firma Garten- und Landschaftsbau Crivitz GmbH große Natursteine vor dem historischen Stadttor. "Das ist eine sehr aufwändige Arbeit", wie Wolfgramm erklärt. Denn die einzelnen Blöcke haben ein Gewicht von 1000 Kilogramm. Nur mit Hilfe eines Krans können die Quader platziert werden. Das ist Feinarbeit. Neben den hellgrauen Blöcken, die unmittelbar um das Tor verlegt werden, soll Kleinpflaster verwendet werden. Diese bunten Natursteine werden in Kombination mit darum verlegtem dunkelgrauem Betonpflaster schließlich ebenerdig darauf hingewiesen, dass einst eine Straße durch das Kröpeliner Tor führte.

Ein weiterer Hinweis auf die historische Gestalt der Befestigungsanlage wird in zweiten Bauabschnitt gestaltet. Dann wollen flach abgeschnittene Findlinge links und rechts des Kröpeliner Tors andeuten, wo einst die Stadtmauer verlief. Außerdem wird eine Aussichtsplattform angelegt, die einen Blick auf die Wallanlagen ermöglichen soll. Der Kröpeliner-Tor-Vorplatz soll künftig mehr denn je zum Verweilen einladen. Darum sind zahlreiche Bänke vorgesehen. Elf neue Bäume werden gepflanzt. Aber auch dem immer größer werdenden Bedarf an Fahrradstellplätzen wird in den Plänen der RGS Genüge getan. 75 Ständer mit 150 Stellplätzen entstehen entlang der Zufahrt zum Parkhaus des KTC.

Für 1,7 Millionen Euro hat das Stolpern bald ein Ende

Insgesamt wird die Maßnahme 1,7 Millionen Euro kosten. Neben der Verschönerung hat die Sanierung des etwa 7300 Quadratmeter großen Platzes einen weiteren positiven Effekt: Die Stolperfallen, die das an vielen Stellen durch Wurzeln hochgedrückte Pflaster darstellten, verschwinden. Bislang warnten Schilder vor der unwegsamen Strecke, die besonders gehbehinderten Menschen zu schaffen machte. Als eine der letzten Maßnahmen wird die Tesche Elektroanlagen GmbH aus Gelbensande die Lichtanlagen auf dem Platz installieren.

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