Chronologie des Hauptstflughafens

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08. Mai 2012, 07:51 Uhr

1996: Berlin und Brandenburg fassen gemeinsam mit dem Bund den „Konsensbeschluss“ für einen neuen Hauptstadtflughafen in Schönefeld. Er soll sich südlich an den Airport aus DDR-Zeiten anschließen.


13. August 2004: Das Infrastrukturministerium in Potsdam legt den Planfeststellungsbeschluss vor. Darin sind zwar An- und Abflugrouten eingezeichnet, die jedoch nur als „Platzhalter“ dienen und nicht verbindlich sind. Dies ist aber nahezu unbekannt.


16. März 2006: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig beauftragt die Planfeststeller mit drei Nachbesserungen: Für Nachtflüge sollen neue Regelungen gefunden werden. Auch der passive Schallschutz muss neu formuliert werden.


20. Oktober 2009: Der Planergänzungsbeschluss „Lärmschutzkonzept BBI“ wird festgelegt. Demnach sind zwischen 0 und 5 Uhr keine regulären Flüge erlaubt (Kernzeit). Zwischen 23.30 und 24 Uhr sowie zwischen 5 und 5.30 Uhr sind nur verfrühte oder verspätete Flüge möglich. Dazu muss zwischen 22 und 6 Uhr mit lärmarmen Maschinen geflogen werden.


6. September 2010: Erstmals stellt die Deutsche Flugsicherung (DFS) konkrete Planungen für Flugrouten vor. Es sind erheblich mehr Gebiete von Überflügen betroffen als zunächst angenommen. Zahlreiche neue Bürgerinitiativen gründen sich in Berlin, Potsdam und vielen Umlandgemeinden.


4. Juli 2011: Die DFS präsentiert überarbeitete Routenpläne. Erstmals taucht eine Streckenführung über den Müggelsee auf.


13. Oktober 2011: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig weist Klagen der Brandenburger Gemeinden gegen den Planergänzungsbeschluss für den Nachtflugverkehr zurück.


26. Januar 2012: Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung stellt die gültigen Flugrouten vor. Diese werden ab Eröffnung ein halbes Jahr getestet und später eventuell korrigiert.

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