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"Gefrustet und enttäuscht": Kohlhause kritisiert Landespolitik : Chef des Landeselternrates tritt zurück

vom

Der Vorsitzende des Landeselternrats, Holger Kohlhause, hat seinen Rücktritt erklärt. Er legte "aus persönlichen Gründen" sein Amt nieder und kritisiert die Landespolitik bei der Integration von Förderschülern.

svz.de von
erstellt am 17.Mär.2011 | 07:20 Uhr

Schwerin | Der Vorsitzende des Landeselternrats, Holger Kohlhause, hat mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt erklärt. Wie er gestern mitteilte, legte er "aus persönlichen Gründen" sein Amt nieder. Im Gespräch mit unserer Zeitung sagte Kohlhause, dass ihn die derzeitige Landespolitik bei der Integration von Förderschülern in MV "gefrustet und enttäuscht" habe.

Hintergrund: Seit diesem Schuljahr werden Kinder mit besonderem Hilfebedarf nicht mehr an Förderschulen eingeschult, sondern in herkömmliche Grundschulen integriert. Auf Rügen werden auch verhaltensauffällige Kinder einbezogen. Das Modell von der Insel sollte zum kommenden Schuljahr auf den Schulamtsbezirk Greifswald ausgeweitet werden, was nach Protesten aber kurzfristig gestoppt wurde. Laut Kohlhause hat das zur Folge, dass es für die betreffenden Kinder nun keine rechtzeitige Diagnostik gibt. "Die Eltern wissen nicht, wo sie ihre Kinder anmelden sollen." Von einer Lösung sei man weit entfernt, der Landeselternrat sei nicht einbezogen worden, kritisiert Kohlhause. "Die Politik hat vergessen, an die Kinder zu denken."

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