Auslandseinsatz : Caffier besucht Truppe im Kosovo

Lorenz Caffier (CDU, r.) während seines Reservedienstes 2015 mit Brigadegeneral Udo Schnittker (M.), Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD)
Lorenz Caffier (CDU, r.) während seines Reservedienstes 2015 mit Brigadegeneral Udo Schnittker (M.), Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD)

100 Soldaten aus Hagenow bekommen Besuch von Politikern aus MV

von
12. März 2016, 08:00 Uhr

Truppenbesuch im Kosovo: Innenminister Lorenz Caffier (CDU) bricht heute Morgen zum Truppenbesuch in den Kosovo auf. Derzeit sind in der ehemaligen serbischen Provinz 657 Angehörige der Bundeswehr stationiert. Nach Afghanistan ist das der zweitgrößte deutsche Auslandseinsatz. Die Mission startete 1999 nach der Intervention der Nato im Kosovo-Konflikt.

Seit Januar sind hier auch Soldaten vom Panzergrenadier Bataillon 401 aus Hagenow im Einsatz. Die 4. Kompanie der Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne stellt die Einsatzkompanie der KFOR. Sie ist etwa 110 Mann stark, 100 davon kommen direkt aus Hagenow. Sie unterstützen die Kosovo Police und die EU-Auslandsmission Eulex.

Caffier, der vom Neubrandenburger Bürgermeister Silvio Witt, begleitet wird, will sich über die Sicherheitslage auf dem westlichen Balkan informieren und die Einsatzbedingungen der Soldaten kennenlernen. Er war bereits vor zwei Jahren in Pristina und Prizren. „Ich bin stolz auf die Arbeit, welche die Soldaten der Bundeswehr für unsere Sicherheit in Europa leisten“, sagte Caffier vor dem Abflug. „Die friedensschaffenden Missionen mit der Zusammenarbeit von Polizei und Militär führen zum Erfolg.“

Das Deutsche Einsatzkontingent KFOR wird derzeit vom Neubrandenburger Oberst Hans-Jürgen Freiherr von Keyserlink, zuvor Kommandeur der Panzergrenadierbrigade „Vorpommern“, geleitet. Innenminister Caffier, der zugleich Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des Bundestages ist, will sich im Feldlager in Pristina mit deutschen Soldaten und Offizieren unterhalten, sich von deren Einsatzfähigkeit überzeugen und den Kontakt zur Einsatzkompanie im nördlich der Hauptstadt Pristina gelegenen Camp Novo Selo suchen, wo ein Gutteil der Hagenower Soldaten ihren Dienst tun. Wegen häufiger Konflikte mit der serbischen Minderheit ist die Situation dort weiterhin nicht ganz ungefährlich. Zudem wurden nach den Terroranschlägen von Paris im November 2015 die Schutzmaßnahmen gegen Terror auch im Kosovo landesweit deutlich erhöht, was Auswirkungen auf den KFOR-Einsatz hat.

Am Montag wird sich Caffier mit seinem kosovarischen Innenminister-Kollegen Skender Hyseni treffen, und mit dem Generaldirektor der Kosovo-Polizei Shpend Maxhuni sowie Vertretern des deutschen Polizeikontingents reden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen