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Mecklenburg-Vorpommern

21. September 2017 | 05:01 Uhr

Busfahrer schieben Sonderdienste

vom

svz.de von
erstellt am 07.Jun.2013 | 09:10 Uhr

Weisen | Rund zehn Kollegen des Reisedienstes Westprignitz wohnen in Bereichen, die vom Hochwasser bedroht sein können. Das macht etwa ein Fünftel der Belegschaft des Weisener Unternehmens aus. Und es stellt das gesamte Busfahrer-Team gerade in Bezug auf die bevorstehenden Tage vor eine große Herausforderung.

"Die unmittelbare Zeit vor den Sommerferien herrscht bei uns besonderer Hochbetrieb, denn da gehen viele Schulen auf Klassenfahrten, gibt es Projektwochen oder werden Tagesausflüge geplant", beschreibt Geschäftsführer Frank Rüdiger-Gottschalk. Und dazu kommen natürlich die Urlaubsfahrten.

"Ein Kollege, der im Hochwasserbereich wohnt, hätte jetzt am Wochenende eigentlich eine Tour an die Côte d’Azur. Das geht natürlich nicht", weiß der Chef.

"Doch weil wir eine flexible und schlagkräftige Truppe sind, unter den Kollegen sehr viele solidarisch sind, konnten wir schon bis Mitte der kommenden Woche umdisponieren", stellt Rüdiger-Gottschalk fest und verbindet das mit einem großen Lob an die einsichtigen Busfahrer, die Dienste übernehmen oder andere Touren fahren, damit diejenigen, die um Hab und Gut bangen, Zeit haben, sich zu Hause darauf vorzubereiten, und wenn es wenigstens stundenweise ist.

Doch das ist nur die eine Seite der gegenwärtigen Situation, die das Hochwasser für den Weisener Reisedienst mit sich bringt. Denn teilweise mussten wegen der Sperrung von Straßen schon Linien umverlegt werden. Beispielsweise was die Verbindung von Weisen nach Breese anbelangt oder auch die nach Sandkrug und Bälow. "Hier müssen wir große Umwege fahren", verdeutlicht Rüdiger-Gottschalk. Und er weiß nicht, was noch folgen könnte, gerade auch in Richtung Lenzen. "Solche Umwege bleiben nicht ohne Auswirkungen auf den Folgeverkehr", stellt er klar und bittet die Fahrgäste um Verständnis, sollte es zu Verspätungen kommen.

Ja, und dann muss sich das Unternehmen auch selbst auf das Hochwasser einstellen, denn die angesichts der übervollen Elbe rückstauende Stepenitz könnte auch bis zum Firmengelände schwappen. "Wir sind vorbereitet. Die Reisebusse sind ohnehin alle unterwegs und die anderen lagern wir zur Not aus", erklärt Rüdiger-Gottschalk.

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