Gadebusch/Grevesmühlen : Bus-Engel für 7100 Schüler täglich im Einsatz

Nina Berg (l), Anika Kühnapfel und Juliana Tieck (3.v.l.) wurden stellvertretend für 146 Bus-Engel ausgezeichnet. Foto: Michael Schmidt
Nina Berg (l), Anika Kühnapfel und Juliana Tieck (3.v.l.) wurden stellvertretend für 146 Bus-Engel ausgezeichnet. Foto: Michael Schmidt

Stressfrei zur Schule - das wünschen sich Eltern für ihre Kinder. Damit in Bussen ein konfliktfreies Klima herrscht, sind Bus-Engel im Einsatz. Drei von ihnen wurden gestern stellvertretend für 146 Bus-Engel ausgezeichnet.

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09. Juni 2012, 04:04 Uhr

Gadebusch/Grevesmühlen | Stressfrei zur Schule - das wünschen sich tausende Eltern für ihre Kinder. Damit in Bussen ein möglichst konfliktfreies Klima herrscht, sind in Nordwestmecklenburg Bus-Engel im Einsatz. Drei von ihnen sind gestern stellvertretend für 146 Bus-Engel in der Grevesmühlener Malzfabrik ausgezeichnet worden: die Zehntklässlerin Nina Berg von der Insel Poel sowie die Zwölftklässlerinnen Juliana Tieck und Anika Kühnapfel vom Gymnasium Neukloster. "Sie haben sich als Bus-Engel besonders engagiert", lobte Landrätin Birgit Hesse. Sie überreichte ihnen eine Urkunde, Sachpreise und einen Wertgutschein in Höhe von 25 Euro - gesponsert durch die Unfallkasse MV.

26 Mal musste Schülern in diesem Schuljahr die gelbe Karte gezeigt werden. Sie wurden belehrt, wie sie sich ordnungsgemäß während der Schülerbeförderung zu verhalten haben. In elf Fällen wurden Eltern über das Fehlverhalten ihrer Kinder informiert. Immerhin: Kein einziger von 7100 Fahrschülern musste in diesem Schuljahr von der Schülerbeförderung ausgeschlossen werden.

Unter der Federführung der Verkehrswacht Wismar und Umgebung e. V. wurde das Projekt Bus-Engel" 2004 in Nordwestmecklenburg aufgebaut. Ziel ist es, Fahrschüler ab der Klassenstufe 9 als Bus-Engel zu gewinnen. Durch ihr engagiertes Auftreten sollen sie Konflikte und Sachbeschädigungen in Bussen vermeiden, um somit den Schulweg stressfrei zu bewältigen. "Hierbei wird maßgeblich auf Deeskalation gesetzt", verdeutlichte Landrätin Hesse. Die interessierten Schüler werden durch die Verkehrswacht und der Polizeiinspektion Wismar ausgebildet. Bevor sie mit ihrer Arbeit als Bus-Engel loslegen, erhalten sie zudem durch einen Schulsozialarbeiter ein Selbstsicherheitstraining.

Neben dem Projekt "Bus-Engel" gibt es in Nordwestmecklenburg ein weiteres Angebot zur Schulwegsicherung: die kostenlose Busschule. Sie wird von den Unternehmen SGS Bus & Reisen GmbH, Grevesmühlener Busbetriebe GmbH und der Bus Betriebe Wismar Regio/Stadt GmbH realisiert. Allein in diesem Schuljahr nutzten 500 Mädchen und Jungen dieses kostenlose Angebot. Dabei vermittelten Busfahrer beispielsweise, welche Gefahrenschwerpunkte es am Bus und an Haltestellen gibt.

Mario Mittelstädt vom Kreiselternrat bezeichnet beide Angebote als unverzichtbare Projekte für Schüler. "Sie dienen der Sicherheit unserer Kinder. Vor allem in einer Zeit, in der Schule und nachschulische Einrichtungen räumlich immer weiter voneinander entfernt sind, steht das Erlernen der Verkehrssicherheit ganz oben auf der Prioritätenliste", sagte Mario Mittelstädt.

Anmeldungen für die kostenlose Busschule sind beim zuständigen Verkehrsunternehmen möglich. Der Unterricht besteht aus einem theoretischen und praktischen Teil. Zum Abschluss erhalten die Schüler einer Broschüre, die das vermittelte Wissen sowie einen Fragebogen beinhaltet. Ausgerichtet ist dieses Angebot für Viert- und Fünftklässler.


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