Badestrandtest: Neustädter See : Burgen und andere Strandgüter

Wassergraben, Schlösschen oder zusammengefallenes Iglu  – Kinder können ihrer Kreativität hier freien Lauf lassen.  Fotos: Annegret Behncke
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Wassergraben, Schlösschen oder zusammengefallenes Iglu – Kinder können ihrer Kreativität hier freien Lauf lassen. Fotos: Annegret Behncke

Sauberes Wasser, Palmen und weißer Sandstrand: Doch leider finden sich im Sand in Neustadt-Glewe auch Zigarettenstummel und Bierdeckel

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02. August 2016, 11:45 Uhr

Im Sand liegen ein grüner Eimer, mehrere Förmchen in allen möglichen Farben und eine kleine Gießkanne. Reste einer Sandburg verraten, dass hier ein kleiner Architekt am Werk gewesen sein muss. Selbst einen Burggraben hat er gezogen. Doch vom Baumeister selbst ist weit und breit nichts zu sehen. Auch sonst ist an meinem Test-Tag nur wenig los am „Barracuda Beach“ in Neustadt-Glewe. Der Name des Strandbades impliziert Urlaubsflair – und genau dieses Gefühl macht sich bei meinem Besuch am Neustädter See breit: feiner, weißer Sandstrand, Palmen an der Beach-Bar und klares Wasser.

Es könnte alles so schön sein, wenn da nicht die Zigarettenstummel und Bierdeckel im Sand wären. Ich bin enttäuscht. 2,50 Euro musste ich an der Kasse zahlen. Für diesen Eintritt erwarte ich auch einen sauberen Strand. Den bekomme ich ja schließlich auch in den meisten Ostseebädern für die Kurtaxe. Und dort ist meist mehr los, als hier – zumindest heute.

Mit dem grünen Armband, welches ich am Eingang bekommen habe, darf ich den Strand verlassen, mich frei in der Beach-Arena bewegen. Hier kann ich zum Beispiel Volleyball und Basketball spielen. Auch Toiletten und Umkleiden sind im Eintrittspreis enthalten. Sauber sind die aber auch nicht gerade. Das Wasser im Neustädter See dagegen schon. Es ist klar und hat eine ausgezeichnete Qualität.

Die verlassene Sandburg haben nun ein paar Erwachsene entdeckt. Sie setzen sich um die Burg herum. Knien im warmen Wasser. Beratschlagen sich und bauen weiter.

Strand-Check Neustädter See

Sandburg-Faktor

Ob Schloss oder zusammengefallenes Iglu, es kommt ganz auf das Talent an: Am 10000 Quadratmeter großen Strand ist alles möglich.

Wellen-Faktor

Nix da! Kein Wind, keine Wellen. Aber wir sind ja auch nicht an der Ostsee!

Wassersport-Faktor

Sprungturm, Wasserrutsche, Bootsverleih – sogar ein Volleyballfeld steht im Wasser zur Verfügung.

FKK-Faktor

Nacktbaden ist hier nicht gestattet.

Badewannen-Faktor

Das Wasser ist lange flach und schnell warm – besonders für kleine Gäste gut geeignet. Der Neustädter See hat außerdem eine hervorragende  Wasserqualität.

Mops-Faktor

Hunde? Verboten!

Wellness-Faktor

Weißer Sandstrand und Palmen – hier kann ich es stundenlang aushalten. Auf zwölf Paletten-Bänken können sich Besucher direkt am Strand ausbreiten. Manko: Der Sand ist  uneben. Er wird nicht –  wie in vielen Ostseebädern  –  geglättet und täglich gesäubert. 

Sicherheits-Faktor

Ich stehe unter Beobachtung – drei Rettungsschwimmer sind am Test-Tag vor Ort.  

Mülleimer-Faktor

Enttäuschend. Viele Zigarettenstummel und Bierdeckel liegen im Sand umher. 

Dusch-Faktor

Einfach die Gießkanne mitnehmen und mit Seewasser füllen.

Hunger-Faktor

Wenn ich zur Diva werde, kann  ich mich im „Sunset“ Grill House oder im Strandimbiss stärken.

Unterhaltungsfaktor

Es gibt einen Spielplatz und eine Beach-Arena mit Volleyball, Basketball und Soccer. 

Dicke-Marie-Faktor

Erwachsene müssen 2,50 Euro zahlen, Kinder 1,50 Euro. Die Kleinen, bis zum vierten Lebensjahr,  können gratis baden.

Und wo gehen Sie gerne baden? Schicken Sie uns Ihre Strandvorschläge mit Adresse, kurzer Beschreibung und gerne auch mit einem Bild an onlineredaktion@medienhausnord.de und wir ergänzen sie als Lesertipp in unserer Karte.

(Hinweis: unvollständige Vorschläge können leider nicht berücksichtigt werden. Die Sammlung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, die Infos sind ohne Gewähr.)

>> Morgen im Badestrandtest: Deviner Strand in Stralsund

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