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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 19:50 Uhr

Burg meldet einen Besucherrekord

vom

svz.de von
erstellt am 14.Mär.2012 | 06:45 Uhr

Lenzen | Knapp verfehlt hat die Burg Lenzen die Marke von 20 000 Besuchern im vergangenen Jahr. Rund 19 800 kamen. "Gut 1000 mehr als im Vorjahr und deutlich mehr als noch vor fünf Jahren mit knapp 12 000 Besuchern", zieht Susanne Gerstner von der Geschäftsführung eine Bilanz. Mit dieser Entwicklung sei sie sehr zufrieden. Zwar wünsche sie sich noch mehr Besucher, räumt aber ein, bereits "nah am Limit zu sein".

Klar zu spüren sei, dass der Abschluss des Naturschutzgroßprojektes mit der Deichrückverlegung einen deutlichen Besucherschwung brachte. In Kombination mit dem Tagungszentrum kommen immer häufiger Studenten und Wissenschaftler. Auch der Abschluss einer Reihe von weiteren Teilprojekten habe sich ausgezahlt. Beispiel Grünes Band: Mehrere Besichtigungspunkte wie der sanierte Grenzturm mit Ausstellung in Lenzen ziehen Touristen an. Die Naturtourismuskampagne des Lanes Brandenburg, eine Postkartenaktion mit Werbung für die Region - all das steigere den Bekanntheitsgrad, fasst Susanne Gerstner zusammen.

Der vorläufige Abschluss der Bauarbeiten mit der Fertigstellung des Pförtnerhauses als Empfangsgebäude und Souvenirshop habe zeitgleich im Museumsgebäude Platz für wechselnde Ausstellungen gebracht. Bisher waren Bilder zum Grünen Band und zum Thema Wildkatzen zu sehen. "Diese Ausstellungen locken offenbar auch Einheimische an, die das Burgmuseum bereits kennen."

Bundesweit nicht zu unterschätzen seien aus Gerstners Sicht die Tagungsgäste. Ob die Norddeutschen Naturschutztage oder der erstmalige Empfang der Großspender für den BUND: Der Bekanntheitsgrad der Burg und der Region steige dadurch. Mittlerweile auch im internationalen Raum, wie beispielsweise die Tagung "Friends oft the Earth" mit Teilnehmern aus Georgien, Malta, Zypern, Norwegen, Polen, Schweiz, England, Ungarn und Tschechien belegt.

In diesem Jahr will die Burgleitung nahtlos an die Erfolge anknüpfen, hat wieder mehrere Tagungen im Terminplan zu stehen und plant eine weitere Verschönerung der Anlage. "Wir wollen den Barockgarten umgestalten. Das Vorhaben steht im Zusammenhang mit der Internationalen Gartenschau Hamburg 2013, zu der wir Außenstandort sind", kündigt Gerstner an. Nahtlos sollen künftig Parkbesucher eine angrenzende Fläche bis zur Straße nach Gandow erreichen. Auf der soll eine Streuobstwiese angelegt werden.

Das seit Jahren bekannte Vorhaben "Fahrstuhl in die Slawenzeit" werde zunächst verschoben. Ziel bleibe aber, einen Lift zu errichten, der Besucher in den Burghügel hinein zu einer Ausstellung slawischer Fundstücke bringt. Die Verzögerung verursache das Bauvorhaben am großen Eckgebäude in der Hamburger Straße. Dieses möchte der BUND gemeinsam mit dem Verein zur Förderung des Rudower Sees sanieren. Über die künftige Nutzung sei noch nicht entschieden. Ideen gebe es mehrere, unter anderem ortsansässige Vereine in dem zentral gelegenen Gebäude unter zu bringen.


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