Neubrandenburg : Bundesgerichtshof prüft Harpunen-Urteil

Mit dieser Harpune hat der 18-Jährigen einen Mann mit der Harpune lebensgefährlich verletzt.
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Mit dieser Harpune hat der 18-Jährigen einen Mann mit der Harpune lebensgefährlich verletzt.

Das Urteil gegen den Harpunenschützen von Stavenhagen wird noch einmal vom Bundesgerichtshof überprüft.

svz.de von
15. September 2015, 21:00 Uhr

Die Anwältin des Geschädigten hat als Nebenklägerin Rechtsmittel gegen den Urteilsspruch eingelegt, wie ein Sprecher des Landgerichtes Neubrandenburg gestern sagte. Der 18-jährige Schütze hatte vor Gericht gestanden, im April bei einer Auseinandersetzung um eine junge Frau mit der Harpune auf den Bruder eines Nebenbuhlers geschossen zu haben. Das 25-jährige Opfer wurde lebensgefährlich verletzt, überlebte aber. Das Landgericht hatte den Schützen zu einem Jahr und elf Monaten Jugendstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Die Strafe sollte zu drei Jahren Bewährung ausgesetzt und 2000 Euro Schmerzensgeld an das Opfer gezahlt werden. Nebenklägerin Frauke Nickelsen hatte aber die Verurteilung wegen versuchten Totschlags gefordert, bei der die Strafe höher hätte ausfallen können.

Mit einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes sei frühestens in neun Monaten zu rechnen, erklärte der Sprecher. Der Haftbefehl bleibe aber aufgehoben.

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