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Mecklenburg-Vorpommern als Bio-Region : BUND will von Bayern lernen

vom

Von Bayern lernen, heißt mehr Bio lernen, sagte der Umweltverband BUND in MV. Die Bayern wollen mit einem Landesprogramm ihre Öko-Flächen verdoppeln. Das kann der Nordosten auch, meint der BUND.

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erstellt am 09.Dez.2012 | 06:24 Uhr

Schwerin | In Sachen Bio kann Mecklenburg-Vorpommern von Bayern lernen - das schätzt der Bund für Umwelt und Natur (BUND) ein. Der Freistaat Bayern will den Anteil des ökologischen Landbaus von derzeit 6 Prozent seiner landwirtschaftlichen Nutzfläche auf 12 Prozent im Jahr 2020 erhöhen. Der Prozess soll durch das Landesprogramm "Bio-Regio Bayern 2020" unterstützt werden, wie der Ökolandbau-Experte der Umweltorganisation im Nordosten, Burkhard Roloff, sagte. Der BUND schlägt der Landesregierung in Schwerin vor, ebenfalls ein Programm für die Ökolandbau-Entwicklung aufzulegen.

Ziel sollte es sein, den Öko-Anteil an der Agrarfläche von derzeit 9 Prozent bis 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen sowie mehr heimische Bio-Produkte im Land zu verarbeiten und zu vermarkten. "Die mögliche ,Bio-Region Mecklenburg-Vorpommern’ wäre als Alleinstellungsmerkmal hervorragend geeignet, das Land als Tourismus-, Gesundheits- und Bio-Land voranzubringen", sagte Burkhard Roloff. Bayern habe mit seinem Programm als erstes Bundesland ein klares agrarpolitisches Signal für mehr Bio gegeben. "Wir fühlen uns durch das bayerische Landesprogramm in unserer langjährigen Forderung nach einem Aktionsplan Ökologischer Landbau für unser Land bestätigt", erklärte der BUND-Vertreter.

Die Entwicklung des Ökoanbaus ist nach Roloffs Angaben ins Stocken geraten. Das einstige Ziel von 20 Prozent Öko-Fläche bis 2010 sei im Nordosten und erst recht bundesweit deutlich verfehlt worden. Das Land Mecklenburg-Vorpommern brauche zunächst eine wissenschaftliche Analyse vom aktuellen Zustand des ökologischen Landbaus. "So wie es die bayerischen Kollegen vorhaben, wäre es dann auch hier möglich, innerhalb des kommenden halben Jahres konkrete Maßnahmen und Projektvorschläge von den Fachbehörden gemeinsam mit den Vertretern der Bio-Anbauverbände zu erarbeiten", schätzte Burkhard Roloff ein.

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