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Landwirtschaft MV : BUND gegen genverändertes Soja als Futtermittel

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Auch wenn derzeit keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut werden, bekommen Nutztiere diese als Futter. Das soll sich ändern.

Die Umweltschutzorganisation BUND hat sich gegen die Verfütterung von genverändertem Soja oder Mais in der Nutztierhaltung ausgesprochen. Dies sei auch nicht notwendig, sagte der Agrarexperte des BUND, Burkhard Roloff, am Mittwoch in Dalwitz beim 11. landesweiten Arbeitstreffen der gentechnikfreien Regionen in Mecklenburg-Vorpommern. Mit in Norddeutschland angebauten Erbsen, Lupinen oder auch Raps gebe es guten Ersatz für das gentechnisch Soja, das meist aus Südamerika importiert werde.

Es sei nicht zu akzeptieren, dass Produkte, die auf Basis der Ernährung mit gentechnisch veränderten Fütterungsmitteln entstanden sind, nicht deklariert werden müssen, sagte Roloff. Es gebe keine Untersuchungen zu den langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit der Tiere durch die Gabe von gentechnisch veränderten Futtermitteln.

Er verwies auf das geplante und heftig umstrittene Freihandelsabkommen zwischen den USA und Europa. Einer der größten Streitpunkte ist der Import von Gentechnik in die EU.

In Mecklenburg-Vorpommern war im Herbst 2003 die erste gentechnikfreie Region in Deutschland, die Region Warbel-Recknitz, mit 11 000 Hektar gegründet worden. In den Regionen wirtschaften konventionelle und Öko-Landwirte. Sie fordern vom Land, dem Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen beizutreten.

Inzwischen gibt es im Nordosten 13 solcher Regionen.

>> Gentechnikfreie Regionen MV im Internet

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erstellt am 06.Mai.2016 | 11:45 Uhr

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