Das Gift im Bier : BUND fordert Verbot von Glyphosat

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EU-Mitgliedsstaaten stimmen heute in Brüssel über die Wiederzulassung des umstrittenen Wirkstoffs ab

svz.de von
06. März 2016, 20:45 Uhr

Umweltschützer in Deutschland warnen vor der Neuzulassung des Unkrautvernichters Glyphosat in Europa. Heute sollen die EU-Mitgliedsstaaten in Brüssel über die Wiederzulassung des umstrittenen Wirkstoffs abstimmen, dessen Zulassung in Europa Ende Juni 2016 ausläuft. Die EU-Kommission will die Genehmigung um 15 Jahre verlängern. Der BUND-Agrarexperte in Mecklenburg-Vorpommern, Burkhard Roloff, forderte Agrarminister Till Backhaus (SPD) auf, das Thema auf die Tagesordnung der Agrarministerkonferenz am 13. und 14. April in Göhren-Lebbin zu setzen. Backhaus ist in diesem Jahr Chef der Agrarministerkonferenz der Länder und des Bundes.

Glyphosat steht nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) im Verdacht, Embryonen zu schädigen, Krebs auszulösen, Amphibien, Fische und andere Wasserlebewesen zu töten sowie das Bodenleben zu schädigen. Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Herbizid. In Deutschland wird es auf rund 40 Prozent der Ackerflächen verwendet. Rückstände werden im Tierfutter sowie in Getreide und Raps gefunden, gelangen in Eier, Milch und Fleisch und damit in die menschliche Nahrungskette. Deutschland habe wie jeder andere EU-Staat die Möglichkeit, Glyphosat nach einem nationalen Zulassungsverfahren zu verbieten, erklärte Roloff.

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