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Statistik zum Ehrenamt : Bürgerschaftliches Engagement in MV gewachsen

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Aus der Onlineredaktion

Landesweit gibt es mehr als 600 000 Ehrenamtler

svz.de von
erstellt am 21.Feb.2017 | 21:00 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern ist fast jeder zweite Einwohner ab 14 Jahre ehrenamtlich aktiv. Landesweit sind mehr als 600 000 Menschen in Vereinen, Verbänden und Initiativen tätig, wie Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) gestern in Schwerin unter Berufung auf offizielle Statistiken zum Ehrenamt mitteilte. Sie setzten sich für Belange von Umwelt- oder Tierschutz ein, leiten Sportgruppen, arbeiten in der Freiwilligen Feuerwehr mit oder für soziale und kirchliche Einrichtungen. „Vielfach schaffen Menschen auch ganz privat und ohne sich groß zu organisieren Geselligkeit. Auch das ist wichtig für ein gutes Zusammenleben“, betonte Drese unmittelbar vor Beginn einer Reihe von Ehrenamtsmessen in Mecklenburg-Vorpommern.

Den Auftakt macht an diesem Samstag Schwerin. Dort präsentieren Vereine und Initiativen aus Westmecklenburg ihr Leistungsspektrum, bieten Mitarbeit an und geben Anregungen. Danach folgen bis Anfang April noch Messen in Wismar, Neubrandenburg, Güstrow, Pasewalk und Stralsund. „Es ist wichtig Gesicht zu zeigen. Das hilft Hemmschwellen abzubauen und neue Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen“, sagte Gabriele Kriese vom DRK-Landesverband, der die Ehrenamtsmessen seit zehn Jahren maßgeblich organisiert. 35 000 Euro steuert laut Drese das Sozialministerium in diesem Jahr zur Finanzierung bei. Austausch und Kooperation zwischen ehrenamtlich Engagierten und die Information Interessierter seien sehr wichtig. Doch dienten die Ehrenamtsmessen nicht nur dazu, das vielfältige Engagement deutlich zu machen, sie seien gleichermaßen Anerkennung für die geleistete Arbeit.

Wie aus der vom Bundesfamilienministerium in Auftrag gegebenen Ehrenamtsstudie weiter hervorgeht, hat sich die sogenannte Engagementquote im Nordosten seit 1999 von 28,9 auf 42,8 Prozent im Jahr 2014 erhöht. Das liegt nur knapp unter dem Bundesdurchschnitt. Besonders erfreut zeigte sich Drese vom Engagement junger Menschen. Von den 14- bis 29-Jährigen seien gut 54 Prozent gesellschaftlich engagiert. Bei Schülern betrage der Anteil sogar über 60 Prozent.„Das widerlegt die Vorurteile gegenüber der Generation Selfie“, sagte Drese. Sie räumte jedoch ein, dass Mehrfachzählungen bei Mitgliedschaft in verschiedenen Vereinen und Initiativen die gesamte Statistik beeinflussen. Den Erhebungen zufolge sind die meisten Ehrenamtlichen im Bereich Sport aktiv. Danach folgen die Bereiche Kultur und Musik, Schule und Kinderbetreuung, Freizeit und Geselligkeit sowie Soziales. Fast die Hälfte der ehrenamtlichen Aktivitäten kommen Kindern und Jugendlichen zugute. 

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