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Neue Jobs : Bürgerarbeit: Das erste Geld ist da

vom
Aus der Onlineredaktion

200 Plätze für Langzeitarbeitslose in diesem Jahr. 500 Plätze 2018

von
erstellt am 13.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Nach monatelanger Anlaufphase gehts jetzt los: Für die seit Mai immer wieder angekündigte Bürgerarbeit fließen die ersten Gelder an die Jobcenter. Die Anträge seien gestellt, heißt es in der Arbeitsagentur Schwerin. Inzwischen sei klar, wie viele Jobs in jeder Region eingerichtet werden sollen – in Westmecklenburg insgesamt 45. Ein erstes Job-Center habe das Geld aus dem vom Land bereitgestellten Förderfonds bereits auf dem Konto. Seit Oktober werde bei den Arbeitgebern um Jobs für Langzeitarbeitslose geworben. Die Arbeitsverwaltung geht davon aus, alle Stellen in der Bürgerarbeit bis Jahresende zu besetzen. „Ein gute Sache“, erklärte Schwerins Agentur-Chef Guntram Sydow. Alles was helfe, Langzeitarbeitslose auf dem ersten Arbeitsmarkt in Beschäftigung zu bringen, sei zu begrüßen. Die Bürgerarbeit sei langfristig anlegt. Damit sei ein deutlich höherer Klebeeffekt auf dem ersten Arbeitsmarkt zu erwarten, meinte Sydow. So sollen Arbeitgeber für 22 Monate 6000 Euro erhalten, um die Kosten für den Verwaltungsaufwand zu decken.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) warb Mitte der Woche auf der Herbsttagung des Landkreistags in Greifswald erneut für dieses neue Beschäftigungsangebot, mit dem Langzeitarbeitslosen die Rückkehr in einen Job ermöglicht werden soll. Bereits Anfang September waren die Förderrichtlinien in Kraft getreten. Im kommenden Jahr können 500 Arbeitnehmer, die länger als ein Jahr auf Arbeitssuche sind, in das Programm aufgenommen werden. In diesem Jahr stehen Fördermittel für 200 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zur Verfügung.

Neu ist, dass neben kommunalen und gemeinnützigen nun auch gewerblichen Arbeitgebern die Pauschale für Sach- und Personalausgaben von 6000 Euro je Vollzeitarbeitsplatz aus dem Europäischen Sozialfonds gewährt werden könne. Bei der Bürgerarbeit handelt es sich um eine ergänzende Förderung von zwei Bundesprogrammen sowie der bereits bestehenden Förderung von Arbeitsverhältnissen durch die Jobcenter.

Kritik gibt es von der Opposition: Dass sich das Thema von der ersten Ankündigung im Januar so lange gezogen habe, sei schade, denn der Bedarf für die Förderung von Langzeitarbeitslosen sei groß, sagt Links-Abgeordneter Henning Förster. Es dürfte schwer werden, die für 2017 avisierten Plätze noch zu besetzen. Der Landkreistag teilte in seiner Stellungnahme zur gestrigen Anhörung im Wirtschaftsausschuss mit, dass noch kein Bewilligungsbescheid vorliegt.

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