Theaterreform in Schwerin : Bündnisgrüne kritisieren Brodkorb

Ulrike Berger
Ulrike Berger

Die ersten Resultate zur Reform eines Staatstheaters Mecklenburg rufen nun heftige Kritik und Proteste hervor. Aus Sicht der Bündnisgrünen verstrickt sich Kultusminsiter Mathias Brodkorb (SPD) in immer mehr Widersprüche.

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24. Mai 2013, 06:57 Uhr

Schwerin | Die ersten Resultate zur Reform eines Staatstheaters Mecklenburg, die Mitte nächster Woche von der Münchner Beraterfirma "Metrum" im Kultusministerium vorgestellt werden sollen - wir berichteten gestern ausführlich - riefen im politischen Schwerin Kritik und Proteste hervor. Die kulturpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion der Bündnisgrünen, Ulrike Berger, zeigte sich stark verwundert über die Widersprüche, die sich aus einer aktuellen Antwort auf eine parlamentarische Kleine Anfrage ihrer Fraktion und den in unserer Zeitung vorgestellten Auszügen aus dem Konzept für die "neue Theater- und Orchesterstruktur im Westen des Landes" ergeben. "In den Antworten auf unsere Kleine Anfrage macht das Bildungsministerium deutlich, dass sich die Landesregierung zumindest für den westlichen Landesteil längst auf das Modell 7 festgelegt hat, das heißt die Vollfusion der Theater Schwerin und Rostock", sagt Berger. "Jetzt zeigt sich, dass sich die Beraterfirma doch nur mit dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin auseinandergesetzt hat und sich das Land ein Konzept für ein einziges Theater 57 000 Euro kosten lässt", kritisiert die Grünen-Politikerin.

Bislang habe Brodkorb stets betont, dass in dem 2. Schritt die Umsetzung und Realisierbarkeit ausgewählter Modelle geprüft werden sollten. Von einem Prüfauftrag sei nun keine Rede mehr. Vielmehr gehe es darum, die von Seiten des Ministeriums gewünschte Theaterstruktur durchzusetzen und notfalls durch Veränderungen der Landeszuschüsse zu erzwingen. Damit drohe die gesamte Strukturreform entweder ein Fusionsdiktat oder ein teurer Flop zu werden, so Berger.

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