Windenergie : Bündnis gegen Windkraft-Horror

Bündnis fordert den Ausbau der Windkraft zu stoppen.
Bündnis fordert den Ausbau der Windkraft zu stoppen.

Landesweiter Widerstand will MV als Land intakter Naturräume erhalten

svz.de von
24. November 2014, 07:59 Uhr

In Ivenack bei Stavenhagen hat sich am Wochenende das landesweite Bündnis „Freier Horizont“ gegründet. Die Vertreter von mehr als 40 Bürgerinitiativen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern verabschiedeten dabei eine so genannte Ivenacker Erklärung. Sie protestieren damit gegen den ihrer Ansicht nach unkontrollierten Ausbau der Windkraft im Nordosten.

Kernforderung ist ein sofortiges Aussetzen des Ausbaus der Windenergie hierzulande. In der Erklärung heißt es unter anderem, dass durch die wachsende Zahl von Windkraftanlagen Mecklenburg-Vorpommern sein Image als Land der Weite, der unverbauten Landschaften und intakter Naturräume zu verlieren drohe. Zum Vorsitzenden des Bündnisses wurde der Penzliner Tierarzt Norbert Schumacher gewählt. Das Bündnis ist in fünf Regionalverbände gegliedert – sie entsprechen den vier Planungsregionen der Regionalen Raumordnung sowie einem Regionalverband Ostseeküste. Der Mitinitiator und frühere FDP-Fraktionschef im Landtag, Michael Roolf, erklärte, es solle ein fachlich fundierter Widerstand organisiert werden. Das Bündnis sei nicht prinzipiell gegen die Windenergie, aber ganze Landstriche hätten sich in „Horrorlandschaften“ verwandelt.

Die Mitglieder von „Freier Horizont“ kritisieren, dass von der angekündigten Bürgerbeteiligung beim Ausbau der Windkraft nichts zu spüren sei. Im Planungsverfahren würden die betroffenen Bürger unzureichend beteiligt und informiert. Auswirkungen auf Natur und Landschaft, auf den Tourismus und die Bewohner spielten kaum eine Rolle. Nach Angaben des Energieministeriums ist die erste Stufe des Beteiligungsverfahrens zur Landesraumentwicklungsplanung inzwischen abgeschlossen, die Stellungnahmen werden derzeit ausgewertet.

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