Leipziger Buchmesse : Bücherwürmer lieben Ostsee-Krimis

Der Termin für die Buchmesse im nächsten Jahr steht bereits fest.
Der Termin für die Buchmesse im nächsten Jahr steht bereits fest.

Besucherrekord auf der Leipziger Buchmesse. MV-Verlage mit zahlreichen Neuerscheinungen vertreten

svz.de von
20. März 2016, 20:30 Uhr

Vom neuerlichen Besucherboom auf der Leipziger Buchmesse haben auch Verlage aus Mecklenburg-Vorpommern profitiert. Die Stände seien stets dicht umlagert gewesen, die Neuerscheinungen bei Buchhändlern wie Lesern auf großes Interesse gestoßen, stellten Vertreter mehrerer Aussteller aus dem Nordosten gestern zum Abschluss der viertägigen Messe fest.

Mit rund 260 000 Besuchern in den Messehallen und beim Lesemarathon in der Stadt verzeichnete die zweitgrößte Branchenmesse Deutschlands einen neuen Rekord. Wegen der großen Resonanz stufen viele Verlage die Messe in Sachsen noch vor der bekannteren in Frankfurt/Main ein. Unter den 2200 Ausstellern in Leipzig waren 23 aus MV.

„Wir hatten immer viele Besucher an unserem Stand. Solche Messen sind für uns Gradmesser für die Akzeptanz des Angebots beim Leser und ein wichtiger Treffpunkt“, sagte der Leiter des Steffen Verlags in Friedland, Jörn Runge. Der direkte Kontakt zu den Inhaber-geführten Buchhandlungen, der jeweils zu Messebeginn im Mittelpunkt stehe, sei gerade für die kleinen Verlage sehr wichtig.

„Diese Buchhändler müssen sich gegen die großen Platzhirsche behaupten und sind deshalb auch immer auf der Suche nach dem Besonderen“, sagte Runge. Sein Verlag präsentierte 123 Titel in Leipzig, darunter 13 Neuerscheinungen. Auf besonderes Interesse sei ein kleiner, illustrierter Band mit Aphorismen von Hans Fallada gestoßen. Die inhaltsreichen Textzeilen hatten die Herausgeber Erika Becker und Werner Sagner zusammengetragen.

Der Schweriner Demmler-Verlag präsentierte wenige Wochen nach dem tragischen Unfalltod des Naturfotografen Rico Nestmann dessen Bildband über Kraniche „Graue Tänzer an Bodden und Meer“. Die Vorstellung, die der Autor ursprünglich selbst vornehmen wollte, fand in der Messehalle großes Publikumsinteresse. „Die Nachricht von dem Unglück hat uns mitten in der Messevorbereitung getroffen und schockiert. Es stand aber für uns sofort fest, dass wir das Buch präsentieren“, so Verlagsleiter Lutz Gebhardt.

Gute Resonanz hätten erneut auch Ostsee-Krimis gefunden. „Jeweils im Frühjahr und im Herbst kommen zwei neue Bücher in der Reihe heraus, die inzwischen ein Stammpublikum hat und auch immer neue Leser dazugewinnt“, stellte Melms fest. Zudem verwies er auf den dritten und letzten Band der Graphic Novel von Kristina Gehrmann „Im Eisland“ über den Polarforscher Sir John Franklin.

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